Frank Cox, Claus-Steffen Mahnkopf (Hg.), Wolfram Schurig

Polyphony and Complexity

Cover: Polyphony and Complexity
Wolke Verlag, Hofheim 2002
ISBN 9783936000108
Broschiert, 328 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

The appearance of a "complex music" undoubtedly represents one of the most significant developments in new music since the 1980s. The contributions treat manifold compositional and aesthetic questions such as the follwoing: morphology, deconstruction, live-electronics, extended performance techniques, work-conception, material, multi-dimensional rhythms, and fragmentation.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.07.2003

Seit einigen Jahren macht in der Neuen Musik eine Schule von sich reden, die sich auf eine etwas esoterisch anmutende "New Complexity" beruft. Peter Niklas Wilson nennt die Briten Michael Finnissy, James Dillon, Chris Dench und Richard Barrett, die Amerikaner Frank Cox und Steven Kazuo Takasugi, den Franzosen Marc André, die Schweizer René Wohlhauser und Walter Feldmann, die Deutschen Klaus K. Hübler, Bernd Asmus, Gerald Eckert als Anhänger dieser Komplexität. Wilson zeigt sich in seiner kenntnisreichen Rezension des vorliegenden, teilweise offensichtlich manifesthaften Selbstverständigungsbandes fasziniert von den technischen Fertigkeiten dieser Komponisten aber auch skeptisch angesichts einer überkomplexen Musik, die, so Wilson, sowohl Hörende als auch Ausübende entmündige. Als ihren intellektuellen Herold nennt er den deutschen Hochschullehrer Claus-Steffen Mahnkopf, der auch hier munter zu polemisieren scheint, etwa gegen John Cage oder auch gegen die Postmoderne. Denn die Komplexen berufen sich auch wieder auf die Moderne, auch wenn ihre Musik zuweilen als Augenmusik zu enden scheint, die im Grunde nur noch durch eine Computersimulation zu realisieren wäre. Damit hätten sich, so ein skeptisch resümierender Wilson die Anhänger der Komplexität allerdings weit von dem Ideal der Fasslichkeit entfernt, mit dem die musikalische Moderne einst antrat.
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