Mit 115 farbigen Abbildungen. Francois Bellec erzählt die spannende Geschichte des Handels auf den Weltmeeren. Auf den Spuren der Kaufleute führt er den Leser durch die Jahrhunderte. Ob Weihrauch, Zinn, Seide, erlesene Aromen oder Porzellan - jede Kultur suchte und fand ihre eigenen Antworten auf den Lockruf von jenseits der Ozeane. Alte Seekarten, zeitgenössische Bilder und Stiche beschwören den Zauber des Orients, zeigen die Häfen und Schiffe, die begehrten Waren ebenso wie den Alltag der Matrosen und ihre Instrumente.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.12.2005
Ein "Abenteuer" verspricht Rezensent Hermannus Pfeiffer dem Leser, immerhin sei der Autor ein gestandener Konteradmiral und obendrein 18 Jahre lang Leiter des Musee national de la Marine in Paris gewesen. Sein "reich bebilderter Reisebericht" mache insbesondere deutlich, so der Rezensent, dass die angeblich so moderne Globalisierung schon in der Zeit Marco Polos eingesetzt habe, und zwar durch das damalige Hochtechnologieland China. Die chinesischen Kaufleute hätten bereits hochseetüchtige Schiffe gehabt, luxeriöse zumal, und seien bis an die Küsten Asiens und Afrikas vorgedrungen, als die Koggen der späteren Hansestädte noch lange nicht gebaut waren. Bemerkenswert erscheinen dem Rezensenten auch die unterschiedlichen Ängste der chinesischen und später der europäischen Seeleute. Denn während aus chinesischer Sicht der schier unendliche Pazifik Furcht eingeflösst habe, sei eine europäische "Urangst" das gefrierende Meer im Norden gewesen. Eine Parallele kann Pfeiffer allerdings auch ausmachen: Sowohl die frühe chinesische als auch die erste europäische Globalisierungswelle seien gewissermaßen an innenpolitischen Querelen und kleinlicher Nationalstaaterei gescheitert. Francois Bellecs mit "grandiosen Illustrationen" ausgestatteter Band, so der Rezensent, sei auch optisch eine Lust und lade zu einer mitunter geradezu "mystischen" Entdeckungsreise ein.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.08.2005
"Was soll man von einem Buch halten, in dessen Einleitung bereits in den ersten vier Sätzen diverse Seefahrer, Kontinente, Jahrtausende und Schiffstypen vorkommen?" Der als "pst" zeichnende Rezensent verliert in Francois Bellecs Geschichte der Handelsrouten, die so maßgeblich an der Entwicklung der Menschheit beteiligt gewesen sind, schnell den Überblick. Bellec habe zu viel auf einmal gewollt und sei damit gescheitert. Die einzelnen Geschichten für sich würden zwar "spannend" erzählt, doch fehle der Zusammenhang. Und damit gehen auch die Details unter, die der Rezensent vor allem in den "wunderbar reichhaltigen" Bildern entdeckt. Aber was nützen ihm entzückend halbnackte Portugiesinnen auf Goa, wenn sie nicht in das große Ganze eingebettet werden?
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