Klappentext
Aus dem Französischen von Sina de Malafosse. "Ich glaube, die Leute, die dich beleidigen, sind neidisch. Sie ertragen es nicht, dich so im Reinen mit dir zu sehen. Wenn man eingesperrt ist, fällt es schwer, jemanden wie dich zu sehen, deine Freiheit zu erleben, deine ganz eigene Art, an den Grenzen vorbeizuschwimmen." Fatima Daas erzählt von Kaydens 35-Quadratmeter-Wohnung im sechsten Stock, die sie mit Mutter und Schwester teilt, von den engen FreundInnenschaften und dem Zusammenhalt an ihrer neuen Schule. Und von den beengten Vorstellungen, die man in Institutionen vom Leben am Rand der Gesellschaft hat. Nur Kaydens Lehrerin Garrance ist da eine Ausnahme. Oder?
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 09.03.2026
Kayden, die Protagonistin aus Fatima Daas' neuem Roman, ist 17, lebt in der Banlieue in Paris und schreibt gerne, erklärt Kritikerin Claudia Kramatschek. Ihre neue Französisch-Lehrerin erkennt ihr Talent und will ihr helfen, auf eine Elite-Uni zu kommen, die beiden verlieben sich ineinander. So liest Kramatschek nicht nur von den Zwängen der französischen Meritokratie, sondern auch von einer zarten Liebe und ersten Beziehungserfahrungen. Das ist prinzipiell lebendig geschrieben und sie merkt der Autorin an, dass sie weiß, welche Probleme die Jugendlichen beschäftigen. Vieles bleibt allerdings ein wenig vage, kritisiert Kramatschek, als hätte Dass sich "verboten, bestimmte Grenzen zu überschreiten".
Kommentieren

