Eva Pramschüfer

Weißer Sommer

Roman
Cover: Weißer Sommer
Rowohlt Verlag, Hamburg 2026
ISBN 9783498009533
Gebunden, 272 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Eigentlich lieben Alma und Théo einander. Ihre erste Begegnung fühlte sich an wie der Anfang von etwas Großem, die Zeit danach wie ein Versprechen. Und doch stehen sie jetzt zwischen zwei Wahrheiten: Sie lieben sich, und dennoch liegt ihre Beziehung in Trümmern. Wie erkennt man, ob man gemeinsam glücklich sein kann - oder glücklicher allein wäre? Auf der Suche nach Antworten verbringen die beiden noch einen Sommer in dem Haus von Almas Eltern in Frankreich und schwören, es erst zu verlassen, wenn sie Gewissheit haben: festhalten oder loslassen. Eva Pramschüfer erzählt von der ersten großen Liebe, von der Kunst, von dem, was uns als Menschen trennt und verbindet. 

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 16.05.2026

Rezensent Stefan Mesch liest mit Eva Pramschüfers Debüt einen Roman, der "gutmütig und geduldig" eine nicht besonders aufregende Geschichte in einer Sprache erzählt, die auf atmosphärische Wirkung aus ist und an sich wenig sagt. Es geht um Alma, Journalismus-Studentin mit reichen Eltern und Künstlerin, deren Großvater gerade gestorben ist und dessen Haus in Südfrankreich nun ihr Atelier ist, verrät Mesch. Sie ist mit Théo zusammen, dessen Ambitionen mit ihren nicht Schritt halten können, und das ist auch ihre einzige Sorge im Leben, weil alles andere perfekt läuft, wie Mesch leicht genervt feststellt. Die Sätze sind darauf aus, tiefsinnig zu klingen, was für ihn aber auch nicht gelingt - neben der Künstlerin Alma, die ihre Karriere anfeuern will, darf ihm zufolge auch die Autorin gerne etwas mehr Gas geben.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 25.04.2026

Rezensentin Meike Feßmann fühlt sich gar nicht wohl in Eva Pramschüfers Debütroman. Der erzählt eine Liebesgeschichte, die laut Selbstauskunft der Autorin anders sein soll als alle anderen. Aber was genau das Problem der Beziehung ist, die die Deutsche Alma und der Franzose Théo führen, wird der Rezensentin nicht recht klar. Alma liebt Théo, aber gleichzeitig will sie, die in ihren Zwanzigern ist, ihre Freiheit genießen - darum scheint es zu gehen, die Handlung selbst spielt in Südfrankreich, wo die beiden einige Ferientage verbringen. Diesen Schauplatz, spekuliert Feßmann, hat Pramschüfer nur gewählt, weil er mondän wirkt und an französische Filme erinnert. Was für die Rezensentin nichts daran ändert, dass die Figuren im Buch nur scheinbar originellen Unsinn daher denken. Auch ungelenk großspurige Metaphern gehören laut Feßmann zum Inventar des Romans. Viel Kunstwillen, wenig ästhetisch Durchdachtes: So lautet das ziemlich vernichtende Fazit dieser Besprechung.
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