Sie ist Mitte zwanzig, gerade fertig mit dem Studium und genauso frisch verheiratet wie getrennt. Was tun, nachdem eine erste große Liebe krachend gescheitert ist? Die Erzählerin von Esther Schüttpelz' Roman sucht. Nach dem Grund für die Trennung. Nach einem Plan für die Zukunft. Nach Freundschaft und nach Nähe und Rausch und Vergessen. Scharfzüngig, verletzlich und komisch erzählt sie von einem Jahr des Danach und Dazwischen, von der Sehnsucht nach Verbundenheit in einer distanzierten Welt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.07.2023
Rezensentin Carlota Brandis lässt sich gern ein auf den komplizierten Lebensstatus einer 25-jährigen Jurastudentin in Münster, die frisch geschieden Fragen von Karriere und kritischem Dasein klären muss. Darf sie die guten Seiten erfolgreichen Lebens genießen, wenn sie doch eigentlich die Verhältnisse anprangern will? Wie die Autorin Esther Schüttpelz von der Zerrissenheit ihrer namenlosen Heldin erzählt, mit einer Mischung aus scharfer Gesellschaftskritik und "zynischen Bobachtungen", scheint der Rezensentin zu gefallen.
Rezensent Jan Drees hält es offensichtlich für eine gute Idee, den Debütroman von Esther Schüttpelz mit Benjamin von Stuckrad-Barres "Soloalbum" zu vergleichen. In beiden Texten geht es um die mehr schlecht als recht gelingende Bewältigung einer Trennung und ihrer Folgen, erklärt er. Dass bei Schüttpelz immerhin Hoffnung anklingt, findet er bemerkenswert. Ebenso die feministischen Vorzeichen, unter die die Autorin ihre Geschichte stellt. Drees jedenfalls entwickelt Sympathien für eine Heldin, die trotz allem ihre Autonomie verteidigt, und für ein unterhaltsames Debüt.
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