Eduardo Albinati

Ein Ehebruch

Roman
Cover: Ein Ehebruch
Berlin Verlag, Berlin 2019
ISBN 9783827014078
Gebunden, 128 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Verena von Koskull. Schachmatt durch Dame? Erri und Clementina verbringen ein Wochenende auf einer kleinen Insel im Mittelmeer. Beide sind sie verheiratet, aber nicht mit einander. Die gestohlenen Momente dieser Tage erscheinen ihnen überdeutlich, übergroß... Was zieht einen hin zu einem Menschen, den man eigentlich kaum kennt? Was wird aus so einer Liebe? Albinati schildert eher einen Kampf als die Verschmelzung von Körpern und Seelen. Er lässt seine Helden Zug um Zug erzählen und enthüllt dabei, wie es zu ihrer Verbindung kam, aber auch die Koffer, die sie jeweils am Quai stehen ließen. Ob man eine Affäre hatte, vielleicht gern eine hätte, oder schon die Idee entrüstet ablehnt - in diesem Roman findet sich jeder liebende Mensch wieder.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.02.2020

Rezensent Fridtjof Küchemann hält Edoardo Albinatis kleinen Roman für ein kunstvolles Stück Literatur. Die fatal erscheinende Geschichte einer obsessiven Affäre erzählt der Autor laut Küchemann unter diskreter Missachtung der Lesererwartungen. Dass Albinatis Interesse statt auf äußere Ereignisse auf das Innere der Figuren zielt, hat Küchemann jedoch schnell heraus. Hier vermag der Autor (beim Mann besser als bei der Frau, findet er) psychologisch fein zu zeichnen, meint der Rezensent.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.01.2020

Rezensentin Maike Albath hat Edoardo Albinatis neuer Roman enttäuscht. Die Figuren Clementina und Erri, beide anderweitig verheiratete Elternteile, sind bereits Geliebte, als sie gemeinsam an einem strahlenden Septembertag auf eine italienische Insel fahren und ihrer Affäre frönen, fasst die Kritikerin zusammen. Darauf, dass sich psychologische Abgründe auftun oder etwas Überraschendes passiert, hat Albath umsonst gewartet, auch fand sie die Natur- und Sexbeschreibungen, in denen sich das Buch fast gänzlich erschöpft, viel zu banal - das kann Albinati eigentlich besser, urteilt sie.
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