12 CDs. Dauer 9 Stunden 21 Minuten. E.T.A. Hoffmann, der Erfinder der Kriminalgeschichte, verwebt in seinen satirischen Märchen und gruseligen Erzählungen die Grenze zwischen Wahnsinn und Realität. Mit meisterhafter Ironie und Fantasie erweckt er das Unbelebte zum Leben und führt uns in eine Welt voller düsterer, zugleich magischer Erlebnisse. Die Hörspiel-Edition versammelt die wichtigsten und faszinierendsten Werke von E.T.A Hoffmann. Meisterhaft interpretiert werden diese Klassiker von bedeutenden Stimmen wie Jens Wawrczeck, Horst Tappert, Marie Gruber u.v.a. Die Edition enthält: Der Baron von B, ORF 1973 Die Elixiere des Teufels, ORF 1954 Das Fräulein von Scuderi, BR 1965 Das fremde Kind, Rundfunk der DDR 1987 Der goldene Topf, SDR (heute: SWR) 1952 Klein Zaches genannt Zinnober, SFB (Heute: RBB) 1973 Die Königsbraut, Rundfunk der DDR 1987Nussknacker und Mausekönig, SWR 1999Ritter Gluck, ORF 1971Don Juan, ORF 1985Spielerglück, ORF 1971.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.10.2025
Mit dieser Edition von E.T.A. Hoffmann-Hörspielbearbeitungen kommt für Rezensent Tilman Spreckelsen auch eine Geschichte des Rundfunks durch, denn die elf hier versammelten Geschichten sind zwischen 1952 und 1999 entstanden und zeigen ganz unterschiedliche Facetten seines Schaffens. 1954 hat der ORF den Roman "Die Elixiere des Teufels" auf etwa eine Stunde gekürzt und versucht, die Geschichte des Mönchs Medardus mit Hoffmanns Biografie kurzzuschließen, erklärt Spreckelsen. Besonders überzeugt ihn eine DDR-Adaption aus dem Jahr 1987, die sich der Erzählung "Das fremde Kind" widmet und die Geschichte um zwei Kinder, die den Wald hinter ihrem Haus entdecken, mit viel Lust auf das Wunderbare spricht. Hoffmanns "überfeinem Sinn für die Abgründe der Seele" (wie es in Wolfgang Lohmeyers Bearbeitung von "Der goldene Topf", entstanden 1952 für den SDR, heißt),widmet sich der Kritiker jedenfalls gerne immer wieder aufs Neue.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.10.2025
Rezensent Florian Welle ist ganz aus dem Häuschen angesichts dieser E.T.A.Hoffmann-Hörspiel-Edition. Auch wenn Werke wie etwa "Der Sandmann" fehlen, ist die Sammlung eine Fundgrube in jeder Hinsicht, versichert der Kritiker. Zum einen sind unter den elf versammelten Produktionen wenig bekannte Werke wie etwa das Kunstmärchen "Der Goldene Topf", der Klosterroman "Die Elixiere des Teufels" oder "Das Fräulein von Scuderi", eine der ersten Kriminalgeschichten überhaupt, wie uns der Rezensent verrät. Aber es sind nicht nur Hoffmanns fantastische, mitunter "skurrile" Schöpfungen, die Welle faszinieren. Auch mitzuerleben, wie sich die Hörspiel-Produktionen und die Rezeption mit der frühesten im Jahr 1965 bis ins Jahr 2006 änderten, findet der Rezensent spannend. Und was besonders großartig ist: Muss man sich beim Lesen des "Ritter Gluck" oder des "Don Juan" die Musik vorstellen, wird sie hier mitgeliefert, freut sich Welle.
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