Die Bibel. Das Projekt

21 CDs
Cover: Die Bibel. Das Projekt
DHV - Der Hörverlag, München 2016
ISBN 9783844522846
CD, 99,00 EUR

Klappentext

21 CDs + 1 mp3-CD, Laufzeit: ca. 28 Stunden, 27 Minuten. Die Bibel ist voller Geschichten von Wundern, Helden und Widersprüchen, die seit jeher zur künstlerischen Auseinandersetzung eingeladen haben. In diesem großangelegten Projekt des Hessischen Rundfunks erzählen Schriftsteller und Künstler die biblischen Geschichten aus einer gegenwärtigen Perspektive. Sie lassen einen Philologenkongress mit einem Pfingstwunder platzen, schicken Abraham mit seinen beiden Frauen Sarah und Hagar zum Familientherapeuten, erschaffen einen schreibenden Paulus, der verzweifelt die Einheit der Christen zu erhalten sucht. In 21 Hörspielen entfaltet sich die ganze Welthaltigkeit, Klugheit, Tragik und, ja, auch Komik der biblischen Geschichten, die heute immer noch die Folie abendländischen Erzählens darstellen. Ein 300-seitiges Begleitbuch gibt alle Bibelstellen zu den Hörspielen an und umfasst 21 Essays von namhaften Theologen und Religionswissenschaftlern, die auch in der Sendefassung als mp3-CD beiliegen.
Als Sprecher sind in den Hörspielen neben vielen anderen zu hören: Ulrich Noethen, Dörte Lyssewski, Corinna Kirchhoff, Edith Clever, Werner Wölbern, Michael Rotschopf, Stefan Hunstein, Ingo Hülsmann, Barbara Nüsse, Felix von Manteuffel, Blixa Bargeld, Corinna Harfouch, Sylvester Groth, Hans Peter Hallwachs und Michael Mendl. Ein 300-seitiges Begleitbuch gibt alle Bibelstellen zu den Hörspielen an und umfasst 21 Essays von unter anderen Michael Krüger, Jan Assmann und Thomas Kaufmann.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.10.2016

Ausgesprochen angeregt bespricht Jens Bisky das aus 21 separaten Hörspielen bestehende Projekt "Die Bibel". Wie die prominenten Autorinnen und Autoren auf verschiedenste Weise biblische Geschichten mit der Gegenwart konfrontieren, hat dem Rezensenten gut gefallen: eine "Spannung zwischen den Zeiten" tut sich da für ihn auf. Dass die Hörspiele die Bibel allesamt als Kulturgut akzeptieren und auf polemische Attacken verzichten, rechnet ihnen Bisky hoch an.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.10.2016

Geradezu hymnisch bespricht Alexander Cammann dieses neunundzwanzig Stunden lange Bibel-Projekt, das in einundzwanzig Hörspielen prominente Autoren und Sprecher zu Wort kommen lässt. Allein die Inszenierung Robert Wilsons, der mit Künstlern wie Jonathan Meese, Daniel Libeskind oder Inge Keller die babylonische Vielsprachigkeit inszeniert, findet der Kritiker einfach brillant. Hingerissen ist Cammann auch von der Inszenierung Brigitte Kronauers, die die Schauspieler Ulrich Noethen und Dörte Lyssewski in einen Schöpfungsdialog voller kunsthistorischer und autobiografischer Reminiszenzen treten lässt. Wenn schließlich Navid Kermani das Hohelied Salomons in eine leidenschaftliche Kampfsituation verwandelt oder Marlene Streeruwitz drei Marien aus unterschiedlichen Generationen über weibliche Rollen sprechen lässt, staunt der Kritiker, welch "zeitlose, existentielle" künstlerische Kraft in der Bibel steckt.
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