Aus dem Amerikanischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. Warum geht einer auf Reisen - um Geld auszugeben, um neue Eindrücke zu sammeln, um dem eigenen Leben zu entfliehen? Will und seinen Freund Hand lassen all diese Gründe eine Weltreise antreten. Planung, Organisation und Durchführung dieses Unternehmens sind vor allem eines: chaotisch. Sie stolpern von einer verrückten Situation in die nächste. Am Ende ist das Geld, das dazu dienen sollte, einen Freund nach einem Unfall zu retten, ausgegeben, doch die Erinnerung an diesen und die Erfahrung des Verlustes eines geliebten Menschen können sie nicht abstreifen.
"Was für ein verrücktes Buch!" stöhnt Rezensent Maik Söhler, noch ganz atemlos von seiner "prasselnden Sprache", den "hagelnden Dialogen" und "knallenden Gedankenfetzen". Es geht, wie man liest, um zwei Mittzwanziger, die von Chicago aus sieben Tage lang um die Welt reisen, um 32.000 Dollar an Bedürftige dieser Erde zu verteilen. Der Rezensent versteht diese "barmherzige Roadnovel" außerdem auch als Geschichte eines verspäteten Erwachsenwerdens. Er leidet mit den komplizierten jungen Männern, auch wenn sie ihn gelegentlich nerven. Das liegt selbstredend an ihrem Erfinder, dem amerikanischen Schriftsteller Dave Eggers, dessen "Prosa auf Speed" der Rezensent gelegentlich ziemlich anstrengend und kontraproduktiv findet.
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