`Das ist eine alte Krankheit`

Epilepsie in der Literatur
Cover: `Das ist eine alte Krankheit`
Schattauer Verlag, Stuttgart 2000
ISBN 9783794520978
Broschiert, 312 Seiten, 25,05 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Dietrich von Engelhardt, Hansjörg Schneble und Peter Wolf. Mit einer Zusammenstellung literarischer Quellen und einer Bibliographie der Forschungsbeiträge. Die Krankheit Epilepsie besitzt neben ihren vielfältigen biologischen Aspekten eine erhebliche sozialkulturelle Bedeutung. So gehören zu den vielfältigen gesellschaftlichen Reaktionen, welche die Realität der Epilepsien wesentlich mitbestimmen, auch ihre zahlreichen Darstellungen und Deutungen in Literatur. Werken, die von Epilepsie mit all den Vorurteilen und Klischees reden, stehen einfühlsame Schilderungen gegenüber, von denen einige auch etwas von der Faszination durch ungewöhnliche Gefühle und Wahrnehmungen vermitteln, die manche Patienten im epileptischen Anfall erleben. Die literarische Wiedergabe der Epilepsie besitzt eine substantielle Bedeutung für die Medizin wie die Gesellschaft. Medizinstudent, Arzt und Pflegekraft können durch Literatur zu einem ganzheitlichen Umgang mit dem Epilepsiekranken angeregt, jeder Leser kann durch die Lektüre zu einem besseren Verständnis des Epilepsiekranken bewegt werden. Auch der Betroffene wird durch die Beschreibung von "Leidensgenossen" und ihren Erfahrungen und Bewältigungsstrategien Anregung, helfende Hinweise, ja vielleicht sogar Trost erfahren können.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.02.2001

Gerhard Köpf ist restlos begeistert von diesem Buch, das aus literaturwissenschaftlicher und medizinischer Perspektive eine Einschätzung der Epilepsie in der Literatur unternimmt. Dabei, so schwärmt Köpf in seiner knappen Kritik, haben die einzelnen Beiträge "fachwissenschaftliches Format", ohne allzuviel "Fachjargon" zu bemühen. Überhaupt nicht problematisch findet er, dass einige Aufsätze bereits in verschiedenen Fachzeitschriften erschienen sind, denn nun würden sie erfreulicher Weise auch einem "breiteren Publikum zugänglich". Der Rezensent weist besonders auf den Beitrag Giovanni Maios zur Epilepsie im Film hin, den er glänzend findet, und lobt ausdrücklich die Bibliografie des Buches. Insgesamt preist er die Lektüre des Sammelbandes als "reichen Zugewinn an Einsicht" zum Thema.

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