Herausgegeben von Urs Faes und Béatrice Ziegler. Sein Leben lang hat der Historiker Urs Bitterli er als Forscher, als Universitätslehrer, als Publizist, Schriftsteller und nicht zuletzt als so besonnener wie luzider Gesprächspartner Fragen der Kulturbegegnung erörtert und im Eigenen das Fremde, aber auch im Fremden das Eigene zu erkennen gesucht. Dadurch ist er wach, neugierig und offen geblieben: ein Homme de lettres, der nicht nur über ein umfassendes Wissen zur Entdeckungs- und Eroberungsgeschichte verfügt, sondern sein Forschungsgebiet in weiteste kulturgeschichtliche Zusammenhänge einzubetten weiss und es auch versteht, dieses Wissen anschaulich zu vermitteln. Urs Bitterli zu Ehren erscheint dieser von einigen seiner akademischen Schüler herausgegebene Band mit historischen Essays, Betrachtungen und Untersuchungen, die vom Eigenen und vom Fremden handeln.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.11.2000
Dies, so Urs Hafner, ist eine ungewöhnliche Festschrift, weil nämlich lesenswert. Anders als von diesem Genre gewohnt, gebe es einen thematischen Zusammenhang - es geht, im steten Bezug auf das Werk Urs Bitterlis, dessen 65. Geburtstag hier gefeiert wird, um "Begegnungen der europäischen mit der außereuropäischen Welt". Zudem sei das alles auch noch für die Allgemeinheit verständlich und lesbar. Hafner sieht den Grund dafür auch in dem für akademische Verhältnisse krummen Lebenslauf Bitterlis, dessen Werk sich durch "Beharrlichkeit und Geduld" auszeichne.
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