Daniela F. Mayr, Klaus O. Mayr

Von der Kunst, Locken auf Glatzen zu drehen

Eine illustrierte Kulturgeschichte der menschlichen Haarpracht
Cover: Von der Kunst, Locken auf Glatzen zu drehen
Eichborn Verlag, Berlin 2003
ISBN 9783821807348
Gebunden, 160 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Spätestens seit der Erfindung des Frisiersalons gut 300 Jahre vor Christus gilt auch im Alltag, was in der Politik schon lange galt: Das Haar macht den Mensch. In ihrem Buch sind die Geschwister Mayr der Spur der Haare quer durch die Welt-, Kultur-, und Zivilisationsgeschichte gefolgt - sie erfahren, welche Haarfarbe in der Antike die beliebteste war, warum auch Kelten"männer" sich die Beine epilierten, warum Marx, Lasalle, Bebel, Kautsky Bärte trugen, Thierse immer noch einen hat, Blair, Schröder, Haider aber nicht.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 30.10.2003

Eines "unerschöpflichen Thema" haben sich die Geschwister Mayr da angenommen, findet Daniela Ziegler, unterliegen doch "äußere Zeichen von Zugehörigkeit und Abgrenzung" der Geschlechter einem permanenten Wandel. Über "neueste Trends" unterrichtet zu werden hat sich die Rezensentin von der Lektüre des Bandes erhofft und hat diese letztlich auch auf "angenehm unterhaltende Weise" vorgefunden. Anekdotenreich widmen sich die beiden Autoren anhand von sechs Kapiteln den haarigen Stellen des menschlichen Körpers, findet die Rezensentin, die allein die Illustrierung dieser Kulturgeschichte der menschlichen Haarpracht beanstanden möchte: Nicht in den Kontext eingebunden seien diese und "zeitgenössische Heroen und Heroinen" fehlen leider ganz.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.08.2003

"Amüsant, frisch" und "kurzweilig", aber keinesfalls wissenschaftlich findet der Rezensent Florian Welle diese von den Geschwistern Daniela und Klaus Mayr als "illustrierte Kulturgeschichte der menschlichen Haarpracht" ausgewiesene Studie. "Einen lockeren Strauß bunter Geschichten" hätten die Autoren da "geflochten", die versuchten klar zu machen, dass früher wie heute "Haare Leute machen". Der Rezensent vermisst allerdings die Literaturhinweise zur Untermauerung vorgebrachter These und hegt den Verdacht, dass die Autoren trotz massenweise vorhandenem Quellenmaterials nicht unbedingt an einer "tiefsinnigen Interpretation" desselben interessiert waren.

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