Klappentext
Daniel ist nach dem Abi auf der Suche nach seinem Weg. Karriere machen, auf Kosten der Umwelt leben, im Mainstream mitschwimmen - das alles will er nicht. Als er den Ökobauern Steffen kennenlernt, bewundert er ihn für sein alternatives, unangepasstes Leben. Er fühlt sich wohl auf dessen Hof - doch immer wieder fallen zweifelhafte Äußerungen, die ihn irritieren. Schließlich erkennt er, was sich hinter dem vermeintlichen Landidyll verbirgt: Steffens Hof ist Treffpunkt für ein rechtsextremes Netzwerk, das einen Staatsstreich plant. Mit Beweisen für ihre Machenschaften geht Daniel zur Polizei - doch nun wird es gefährlich für ihn …
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 16.03.2026
Die Rechten erreichen zunehmend auch junge Wählerinnen und Wähler, von einem davon erzählt Cornelia Franz in ihrem neuen Jugendroman, so Rezensentin Catrin Stövesand. Daniel, so heißt ihr Protagonist, ist intelligent, denkt kritisch - und zunehmend auch quer, gerne zusammen mit Steffen, den er im Internet kennenlernt. Steffen lädt ihn auf seinen Hof ein und offenbart nach mehreren Treffen, dass seine Familie und er sich als Nationalsozialisten verstehen. Für Daniel ist das glücklicherweise der Punkt, an dem er Abstand von der Szene nimmt und sich an die Polizei wendet, wie Stövesand gebannt liest. Der Roman ist für sie gleichermaßen erschreckend wie überzeugend, da Franz sich mit ihrem Thema gut auskennt und zeigt, wie Rechte den ländlichen Raum infiltrieren und wie gefährlich es für Jugendliche wird, wenn sie versuchen, wieder aus der Szene auszusteigen. Auch aufgrund der klaren Sprache kann die Kritikerin das Buch ans Herz legen, nicht nur für Jugendliche.
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