Christian Nürnberger

Die Bibel

Was man wirklich wissen muss. Bücher für die nächste Generation
Cover: Die Bibel
Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2005
ISBN 9783871345340
Gebunden, 222 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Die Bibel ist das Buch, ohne das man nichts versteht - nicht die Grundlagen unserer Kultur, nicht die Schöpfungen der Kunst und Literatur. Und die Bibel steckt voller fantastischer Geschichten, vom Turmbau zu Babel bis zum Jüngsten Gericht. Wir müssen sie nicht glauben, aber wir kommen nicht umhin, sie zu kennen: Wer war Hiob? Was bedeutet der Tanz ums Goldene Kalb? Wie wurde Saulus zu Paulus? Weshalb gingen Sodom und Gomorra zugrunde? Warum musste Jesus sterben? Und was ist das Kainszeichen? Christian Nürnberger erzählt in diesem Buch die wichtigsten Geschichten des Alten und des Neuen Testaments und erklärt, worin die revolutionäre Botschaft des biblischen Geschehens liegt, damals und heute, für Christen und Nichtchristen zugleich.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.12.2005

Da man heutzutage eine profunde Unkenntnis der Bibel getrost voraussetzen könne, so Ulrich Greiner, sei das Buch des theologisch versierten Journalisten Christian Nürnberger ein zu lobendes Unternehmen. Die Nacherzählungen und Neuinterpretationen der wichtigsten biblischen Schriften gingen über akademische Einführungskurse hinaus und wendeten sich an Leser, die bereits in einem wie auch immer geformten Glaubensverhältnis ständen. Um dieses, aufgefasst als Sache der "Freiheit und Menschenwürde", ginge es dem Autor, der von der Schöpfungsgeschichte zur Aufklärung eine eigenständige Lesart vorlege. Gekonnt werde die "mehrfach revidierte Schöpfung bis zur Sintflut" und weiter zu den alttestamentarischen Gründungsvätern vermittelt, die allesamt keine Helden gewesen seien. Die Flucht der Israeliten aus Ägypten verstehe Nürnberger als Urerfahrung neuzeitlicher Errungenschaften von "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit"; die "Durchsetzung des Monotheismus" interpretiere er als Etappen auf dem Weg zur Zivilisation, gepflastert mit blutigen Stationen von der Blutrache bis zum Jesus-Wort: Liebet eure Feinde. Das einzige was Ulrich Greiner auszusetzen hat, ist der "etwas ranschmeißerische Titel" und, manchmal, einen sprachlichen Kniefall vor dem Zeitgeist.
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