Carlo Bonini, Giancarlo De Cataldo

Die Nacht von Rom

Thriller
Cover: Die Nacht von Rom
Folio Verlag, Wien - Bozen 2016
ISBN 9783852567006
Kartoniert, 320 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Karin Fleischanderl. Rom brennt, stinkt vom Müll auf den Straßen. Immigrantenheime gehen in Flammen auf, die Stadt versinkt unregierbar im Chaos. Anstifter im Hintergrund ist Sebastiano, ein smarter junger Mann, zum Bösen erzogen von Samurai, der vom Gefängnis aus die Fäden zieht. Papst Franziskus hat das Heilige Jahr der Barmherzigkeit verkündet. Eine unheilige Allianz von korrupten Politikern, vatikanischen Würdenträgern und Unternehmern setzt alles daran, öffentliche Aufträge an sich zu reißen und den Geldstrom in die eigene Tasche fließen zu lassen. Ein junger Bischof und ein unbestechlicher Politiker stellen sich mutig dem organisierten Verbrechen entgegen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.11.2016

Maike Albath scheint ganz froh, dass Giancarlo de Cataldo die weidlich ausgeschlachtete Magliana-Bande jetzt mal Vergangenheit sein lässt und sich mit Koautor Carlo Bonini der Gegenwart des römischen Verbrechens zuwendet. Zwar tauchen einzelne Protagonisten der Magliana-Romane auch in "Die Nacht von Rom" auf, aber nur noch als Nachkommen im Erbfolgekrieg. Im Vordergrund stehen dagegen die politischen und mafiösen Intrigen, die den neuen Bürgermeister davon abhalten sollen, mit der Korruption am U-Bahn-Bau Schluss zu machen. Schließlich ist im Heiligen Jahr noch viel mehr Geld zu verdienen! Albath entdeckt zwar einige Kolportage-Elemente in diesem Roman, attestiert den Autoren aber "Tempo, Spannung, griffige Figuren". Schwer zu ertragen findet sie an der Geschichte allein den hochprozentigen Wahrheitsgehalt.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.09.2016

Mit Giancarlo De Cataldos und Carlo Boninis neuem Buch bekommt Franz Haas einen herrlich vergnügten Thriller über römische Verhältnisse, dessen Bezüge zur Realität natürlich rein zufällig sind, wie der Rezensent ahnt. Frühjahr 2015, Krieg der Unterwelt, politische Ränke und die dunklen Machenschaften des Vatikan - all das vereinen die Autoren laut Haas in einem raffiniertem Plot und mit jeder Menge Authentizität. Dass sich die Autoren mit dem italienischen Polittheater auskennen, daran hat Haas keinen Zweifel. Außerdem verfügen sie über satirisches Geschick und Witz, um die Mischung aus Fakten und Fiktion hochgehen zu lassen, meint er.
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