Herausgegeben von Christian Boros, Christian Langenscheidt, Olaf Salié und Axel Schramm. "Best of German Interior Design" stellt die 50 renommiertesten deutschen Designer und die 50 besten deutschen Hersteller aus dem Bereich Inneneinrichtung vor. Damit beschreibt die Publikation eine Branche, die in der Selbstwahrnehmung etwas "unter den Radar" zu fallen scheint. Weltweit hingegen genießen deutsche Kreative und produzierende Unternehmen einen hervorragenden Ruf. Deutsche Möbel, Küchen und Armaturen können inzwischen locker mit der europäischen Konkurrenz Schritt halten. Neben originellen Ideen überzeugen sie vor allem durch ihre herausragende Verarbeitung. Große Namen und Marken stehen nicht nur für einen ernstzunehmenden Wirtschaftszweig, sondern auch für Wohn- und Lebenskultur auf höchstem ästhetischen Niveau
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.12.2017
Christian Boros und Florian Langenscheidt legen mit "Best of German Interior Design" einen umfassenden Katalog der deutschen Inneneinrichtung vor, der fünfzig Hersteller und fünfzig Gestalter jeweils mehrseitig vorstellt und damit einen umfassenden Querschnitt über die Branche ermöglicht, erzählt Rezensent Anne Waak. Im Tandem mit einer Ausstellung im Rahmen des deutsch-katarischen Kulturjahres entwickelt, berichtet das Buch von klaren wie poetischen Couchtischen und findet in der Solidität der Produkte einen gemeinsamen Nenner. Das, meint Waak, ist bezeichnend für eine Branche, in der Einzelpersonen routinemäßig hinter ihre Produkte zurücktreten, die noch dazu oft zum "Schwarzbrot" des Designs gehörten wie Sanitärarmaturen oder Büromöbel. Keine Aufreger, Design-Pop-Stars oder ähnlicher Glamour, sondern Funktionalität und funktionelles Ingenieurshandwerk bestimmen die Szene, fasst Waak zusammen, der auch auffällt, dass im deutschen Design fast nur Männer arbeiten.
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