Schrieb William Shakespeare seine Werke wirklich selbst? An dieser Frage entzünden sich seit Jahrhunderten heftige Diskussionen. Das Buch will zeigen, dass wir das Paradigma, dass William Shakespeare aus Stratford mit dem Autor der Werke William Shakespeares identisch war, aufgeben müssen zugunsten der Einsicht, dass in Shakespeare nur das Dramatiker-Pseudonym von Christopher Marlowe erkannt werden kann. Shakespeare aus Stratford wurde dafür honoriert, dass er ab 1593 bereit war, zu Rettung des tödlich bedrohten Dichtergenies Marlowe nach dessen endgültiger Aufgabe von Name und Identität seinen maskierenden Namen für die Außenwelt zu Verfügung zu stellen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.11.2011
Gegen die nun auch von dem Neurologen Bastian Conrad verfolgte These, Christopher Marlowe sei der eigentliche Shakespeare, hat Rezensent Werner von Koppenfels nicht viel einzuwenden. Marlowe, immerhin Akademiker und für freche Sprüche wie "Christus sei ein Bastard" berühmt, sei doch ein perfekter Shakespeare-Kandidat, glaubt nicht nur der Autor. Und dass Conrad seine These mit viel Humor und abstrusen Einfällen unterlege, etwa, dass Marlowe das Drama seiner offiziellen Nichtanerkennung als Shakespeare zwanghaft in jedem Stück verarbeite, hat den Rezensenten ebenfalls amüsiert. Allerdings muss er gestehen, dass ihn die Lektüre von Conrads schön illustriertem Buch schließlich doch sehr angestrengt hat. Zu viel Material habe der Autor aus dem Internet heruntergeladen und so erscheint ihm der allzu verworrene Roman wie ein "umgestürzter Zettelkasten".
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