Beim Blinzeln in die Sonne entdeckt die kleine Gemma ihre hellseherischen Gaben. "Traumschustern" nennt sie den Blick in das Flimmern, aus dem sie versucht, Erklärungen und Ratschläge für die großen und kleinen Probleme ihres Alltags zu finden. Dieser autobiographische Roman erzählt das Alltagsleben in der ostdeutschen Provinz aus der Perspektive eines heranwachsenden Mädchens: Nachkriegszeit, Umbau zur DDR, Veränderungen im Dorf, Ausflüge in die Großstadt Berlin, nach Westdeutschland, zu Verwandten nach Österreich. Eine lebendige Familiengeschichte, ein Erwachsenwerden mit all den lebenswichtigen Fragen nach Freiheit, Wahrheit und Selbstbestimmung.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 22.03.2001
Rein beschreibend nähert sich Elke Eckert dem autobiografischen Roman von Barbara Boy, wobei uns Eckert nur den ersten Teil gönnt, der die Kindheit der Autorin in ärmlichen Nachkriegsverhältnissen in der DDR beschreibt. Sehr detailliert erinnere sich die Autorin an das Leben auf dem Lande damals, insbesondere die bäuerliche Küche scheint nachhaltig Eindruck hinterlassen zu haben. Wie der Staat in das Leben der Menschen eingriff, ruft die Geschichte eindringlich zurück in die Erinnerung, meint Eckert, die Erzählerin beschließt in den Westen zu gehen und verliebt sich prompt in einen Grenzsoldaten Wie die Geschichte dort weitergeht, will die Rezensentin nicht verraten - wir halten das für einen etwas faulen Trick.
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