Klappentext
Aus dem Dänischen von Ursel Allenstein. Im Mittelpunkt der Scandinavian Star-Reihe von Asta Olivia Nordenhof steht ein schreckliches Feuer an Bord des Nordsee-Kreuzers Scandinavian Star. Die Tragödie, die sich am 6. April 1990 ereignete, führte zum Tod von 159 Menschen. Das schreckliche Ende des stolzen Kreuzers, das auch heute noch viele Rätsel aufgibt, bildet die Klammer der epischen, auf sieben Bände angelegten Romanserie über den Kapitalismus und seine Kollateralschäden. Wurde die Scandinavian Star von der eigenen Besetzung in Brand gesetzt? Steht dieses Boot für die Rücksichtslosigkeit kapitalistischen Handelns und die Bereitschaft, für das Kapital über Leichen zu gehen? Olivia verbringt zwei Wochen in der Londoner Wohnung eines fremden Mannes und beginnt, ihre Vergangenheit niederzuschreiben. Jahre zuvor verkaufte sie sich an den mysteriösen T., der ihr einen Koffer voller Geld für die vollständige Kontrolle über ihren Körper bot. In ihrem gemeinsamen Bett lag stets ein Küchenmesser - Symbol eines tödlichen Spiels, aus dem sich Olivia in letzter Sekunde befreien konnte. Nun begegnet sie diesen Kräften erneut, die sie damals an den Rand der Selbstzerstörung trieben, und fragt sich, ob sie jemals wieder an Liebe glauben kann.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.06.2026
Für den Rezensenten Matthias Hannemann sind die Romane von Asta Olivia Nordenhof eine literarische Bereicherung. Wenn die Autorin sich künftig mit Schlagworten des Antikapitalismus und Feminismus etwas zurückhält, noch viel mehr. Abwechslungsreich und spielerisch findet Hannemann die beiden in der von Nordenhof initiierten "Scandinavian Star"-Reihe erscheinenden Text, einer um ein "tristes Ehepaar", der andere um das Leben einer Prostituierten nach der Finanzkrise 2008. In beiden Texten erkennt Hannemann unschwer die "energisch" vorgetragene Systemkritik am "Kapitalismus der Liebe". Die Autorin lässt eigene Erfahrungen mit Sexarbeit, Erwerbslosigkeit und Psychiatrie einfließen, erklärt er.
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