Vollständige Werkausgabe, mit Wort- und Sachregister. Herausgegeben und eingeleitet von Hans Ludwig Held. Nachdruck der dritten Auflage von 1952.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.04.2003
Kurt Flasch spürt zunächst dem Begriff "Scharteke" nach - ein unnützes, altes, verstaubtes Buch, wie er erklärt - um es dann etwas boshaft auf die vorliegende Gedichtsammlung des Barockdichters Angelus Silesius anzuwenden. Die Tatsache, dass es sich bei dem Buch um einen Nachdruck einer Ausgabe von 1952 handelt, ohne dass der Verleger dies auf dem Titelblatt für den "Laien" auch deutlich mache, ist Flasch ein "kleines publizistisches Fegefeuer unter den Sesseln des Verlagchefs" wert. Das Vorwort von Hans Ludwig Held, auf dessen quälende Länge der Rezensent hinweist, sei zwar nicht gänzlich "ohne Verdienste", doch stilistisch wie in seinen germanistischen Urteilen hoffnungslos "lächerlich und angestaubt", so Flasch streng. Immerhin treffe man im ersten Band auf "nützliche" Dokumente zu Leben und Werk des Barocklyrikers, und zumindest kann man an der dreibändigen Ausgabe loben, dass sie die "wunderbaren Verse" von Silesius zugänglich macht, so der Rezensent verhalten.
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