Andreas Koller (Hg.)
Black Ark
Lee Scratch Perry

Edition Patrick Frey, Zürich 2026
ISBN 9783907236666
Gebunden, 667 Seiten, 68,00 EUR
ISBN 9783907236666
Gebunden, 667 Seiten, 68,00 EUR
Klappentext
In englischer Sprache. Ausgangspunkt des Buchs "Black Ark" mit dem bis zuletzt in der Schweiz lebenden jamaikanischen Musiker und Künstler Lee "Scratch" Perry (1936-2021) bildet ein ausführliches fotografisches und schriftliches Inventar (Frühjahr 2021) der Black Ark Studios in Kingston, Jamaika, wo Lee ab 1973 seine Musik produzierte: Er war einer der prägenden Pioniere des Dub - einem elektronischen Subgenre des Reggae, das sich Samplings, Loopings, Remixings sowie Reverbs und Echos für das Schaffen wie auch die Bearbeitung und Appropriation bereits bestehender Songs und Tracks bedient. An diesem Ur-Ort des Dub fand Lee "Scratch" Perrys musikalische Herangehensweise erstmals auch ihre visuelle Entsprechung, die sein Werk als bildender Künstler prägte: in Form von kontinuierlich fortgeführten Wandmalereien und -zeichnungen sowie gestaltwandlerischen Assemblagen, bestehend aus Platten, Instrumenten, Gefundenem, Postern sowie Zeitungs- oder Zeitschriftenbildern und appropriierten Büchern - eigentliche Strata, die sich mit der Architektur des Ortes, aber auch dem sich darin befindlichen Mobiliar und schliesslich der Biografie und Persona Perrys assoziativ-rhizomatisch verbinden. Perry schuf sich so ein ganz eigenes, dichtes Universum, das, bevor es ein für allemal verschwindet, in "Black Ark" festgehalten wird.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 06.06.2026
Fasziniert blättert Rezensent Julian Weber durch diesen Sammelband, der sich dem legendären "Black Ark"-Studio des Reggae-Musikers Lee "Scratch" Perry widmet. Das Studiogebäude in Kingston, in dem Perry in den 1970ern wirkte und eine neue, weltweit für Aufsehen sorgende Technik der Dub-Mixe kreierte, wurde damals vom Künstler Jah Wise mit Fassadenmalerei geschmückt. Diese Bilder versammelt dieser Band, der auf einer historischen Reportage über das "Black Ark"-Studio basiert. Zu sehen sind Tier- und Naturdarstellungen, außerdem sind Figuren wie Haile Selassie und Kleopatra abgebildet, die in der jamaikanischen Kultur eine wichtige Stellung einnehmen. Eine tolle Veröffentlichung, findet Weber, der auch die die Bilder begleitenden Essays gerne liest.
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