Park Books, Zürich 2026
ISBN
9783038604693 Broschiert, 336 Seiten, 48,00
EUR
Klappentext
137 farbige und 171 s/w-Abbildungen. Schulbauten gehören zu den besonders vielschichtigen Entwurfs-, Planungs- und Bauaufgaben für Architekt:innen. Und sie sind eng verknüpft mit den pädagogischen Konzepten sowie den kulturellen und räumlichen Vorstellungen der jeweiligen Entstehungszeit. New Schools on the Block vereint ein Jahrzehnt gelebter Schulbaupraxis des Kollektivs AFF Architekten, das zwischen Berlin und Lausanne operiert und Architekt:innen, Forschende und Handwerker:innen umfasst. Schule wird von AFF nicht allein als Ort des Lernens verstanden, sondern auch als Raum der Identifikation. Daraus erwächst der Anspruch, Gebäude zu schaffen, die im Zusammenspiel von Gestalt und Nutzung identitätsstiftende Erfahrungsräume eröffnen. Die Vielzahl der in diesem Buch gezeigten Grundrissstudien lädt dazu ein, beim Betrachten Räume gedanklich entstehen zu lassen. Der Blick auf die realisierten Schulbauten zeigt, dass selbst ein Handlauf oder ein Sanitärraum lehrreich sein kann. New Schools on the Block ist ein typologischer Fundus mit Grundrissen und Fotografien von 40 Schulbauentwürfen aus der Praxis von AFF Architekten in Berlin, Göttingen, Köln, Mannheim, Stuttgart, Hamburg, Bielefeld, Kassel, Darmstadt sowie in Näfels, Genf und Fribourg.
Rezensent Markus Woeller blättert interessiert in diesem Buch, das das in Berlin und Lausanne ansässige Büro AFF Architekten herausgegeben hat. Der Band versucht sich an einer Typologie von Schulbauten, die sich den architektonischen, sozialen und ideologischen Herausforderungen stellt, mit denen sich tendenziell unterfinanzierte und überlastete Schulen in der Gegenwart konfrontiert sehen. Die Beispiele, die dieses Buch versammelt, umfassen sowohl Umbauten von Bestandsarchitektur als auch Neubauten, darunter sind ambitionierte Projekte, wie ein neues Gebäude für das Heinrich-Hertz-Gymnasium in Berlin, das auf einer Fläche von nur 6700 Quadratmetern 800 Schüler beherbergen soll. Es dominiert eine raue, teils brutalistische Bauweise, beschreibt der Kritiker, Wohlfühlarchitektur ist das nicht, auf gemeinschaftlich nutzbare Räume und Mobiliar legen die Architekten freilich wert. Mit Bauten wie diesen allein wird man der Schulmisere nicht Herr werden, stellt Woeller klar, aber einige "gelungen Beispiele" sieht er hier schon.
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