Willy Vlautin

Motel Life

Roman
Cover: Motel Life
Berlin Verlag, Berlin 2008
ISBN 9783827007469
Kartoniert, 208 Seiten, 17,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Robin Detje. Das Glück hat Frank und Jerry Lee Flannigan längst im Stich gelassen. Die Mutter tot, der Vater ein versoffener Spieler, halten sie sich mit miesen Jobs über Wasser, und die paar Dollars, die ihnen bleiben, verprassen sie mit Alkohol und in Casinos. Willy Vlautins Debüt erinnert an Annie Proulx, John Fante und Denis Johnson und klingt wie ein verregneter Blues von Bob Dylan. "Das Unglück, jeden Tag werden die Menschen damit geschlagen. Es ist immer im Spiel, die nächste Karte, die du aufnimmst, könnte das Unglück sein", sagt Frank. Und es folgt ihnen auf Schritt und Tritt, auf ihrer Flucht vor dem Gesetz.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.07.2008

In Willy Vlautins Debütroman "Motel Life", in dem ein Brüderpaar aus ihrem Heimatort Reno in Nevada verschwinden müssen, an dem sie ohnehin nichts hält, wird das Roadmovie nicht neu erfunden, meint Christoph Schröder. Aber daran liegt dem Autor, der als Sänger der Folkrockgruppe "Richmond Fontaine" fungiert, seiner Einschätzung nach auch gar nichts, und so erzählt er seine durchaus "deprimierende" Geschichte in aller Geradlinigkeit und, wie der Rezensent bedauert, mitunter auch in "allzu schlichter Rollenprosa". Dennoch haben die besten Passagen den Rezensenten berührt, wie etwa das Abschiedsessen, das die todkranke Mutter für ihre Söhne gibt. Und so attestiert er dem Roman insgesamt hohe Authentizität, der zugleich etwas ungemein "Zartes" anhafte.
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