Eine interdisziplinäre Tagung, die 1999 am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für Staatswissenschaften und Staatspraxis veranstaltet wurde, versammelte Politik- und Wirtschaftswissenschaftler, um Aspekte des Föderalismus innerhalb Deutschland und in Europa zu diskutieren. Der Tagungsband enthält Beiträge zu den Parallelen der deutschen und europäischen Föderalismusdiskussion, zu den Reformoptionen in der deutschen Finanzverfassung, zu den Möglichkeiten und Grenzen des föderalen Wettbewerbs, sowie zum Steuerwettbewerb in Europa und auf lokaler Ebene.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.04.2001
Lars P. Feld hält sich mit einer Bewertung dieses Bandes weitgehend zurück, merkt jedoch an, dass das Buch - angesichts des neuesten Urteils des Bundesverfassungsgerichts zum Länderfinanzausgleich - "zur rechten Zeit" erscheint. Ansonsten geht der Rezensent auf einzelne Beiträge des Bandes inhaltlich ein, wobei ihm offenbar die Überlegungen Joachim Jens Hesses besonders interessant erscheinen. Dieser beschäftigt sich, wie der Leser erfährt, mit Parallelen in der deutschen und europäischen Föderalismusdiskussion. Die Gemeinsamkeiten, die dabei zutage treten findet Feld in der Tat "frappierend", gleichzeitig erscheint es ihm nur logisch, da Deutschland schließlich "einer der Motoren des europäischen Einigungsprozesses" sei. Insgesamt wird in diesem Band jedoch auch deutlich, so der Rezensent, dass der "deutsche Föderalismus kein Modell für Europa sein darf".
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