Über mehr als 5000 Jahre haben die Bauern Feuer eingesetzt, um ihre Landschaft nach eigenen Bedürfnissen zu formen. Es entstand die weite, offene, baumlose Kulturlandschaft. Dieses Buch erzählt die Geschichte der Heidelandschaft, berichtet von Pflanzen, Tieren und den Menschen, die sie prägten. Es erklärt, wie diese Landschaft entstand, welche Kulturgüter und Naturwerte geschaffen wurden und erläutert gleichzeitig, warum die Heide heute zu verschwinden droht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.04.2004
In Hansjörg Küsters Rezension lässt sich viel lernen: wer glaubt, die das europäische Küstenland von Norwegen bis Portugal längs wachsende Zwergstrauchheide sei einfach von Natur aus da, der irrt. Dieser charakteristische Bewuchs verdankt sich der Jahrtausende alten Bewirtschaftung des Bodens. Ja, es gibt sogar eine besondere Form der Landwirtschaft, lernen wir von Küster: das Heidebauerntum. Die Böden sind zwar arm, dafür kann aber das Vieh beinahe ganzjährig draußen weiden, erläutert Küster. Das regelmäßige Beweiden, Abplaggen und Abbrennen der Heide sorge für ihre Regeneration, produziere Dünger und locke im Spätsommer die Bienen in die Heidelandschaft; garantierte den Bauern also eine bescheidene Existenz. Auch heute muss die Heide abgeplaggt werden, will man diese einmalige Kulturlandschaft erhalten, weiß Küster jetzt, nachdem er den Bericht des norwegischen Journalisten Svein Haaland gelesen hat, der eine Wissenschaftlergruppe bei ihren Untersuchungen im Auftrag der EU begleitet und deren Ergebnisse zusammengefasst hat. Wunderschöne Aufnahmen begleiten das gut lesbare Buch, lobt Hansjörg Küster abschließend.
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