Klappentext
Die Künstlerin Kira, Mitte Vierzig, lebt mit ihrem Ehemann Vau und zwei jugendlichen Söhnen in Berlin. Eines Tages verabschiedet Vau sich mit den Worten: Ich liebe dich nicht mehr. Und als wäre das nicht genug, hat er auch noch eine Neue, jünger und bald auch schwanger. Kira muss sich entlieben, doch wie soll das nach 20 Jahren Ehe gehen? Von nun an schlägt sich Kira durch den Alltag, macht eine Weiterbildung - das Künstlerinnendasein allein reicht zum Leben nicht -, hat neue und wiederkehrende Liebhaber, versucht, eine gute Mutter zu sein, uns stellt fest, dass sie sich zwar nie trennen wollte, mit jedem Tag des Getrenntseins aber auch Erleichterung verspürt. Irgendwann erkennt sie: es ist höchste Zeit, neuen Mut zu fassen und das Leben mit Karacho zuzulassen.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 16.04.2026
Susanne Schirdewahn ist Malerin und Autorin und interessiert sich für die Zwischenräume und Kippmomente, bemerkt Rezensent Carsten Hueck auch in diesem Roman, der laut Kritiker voller "Kraft und Glitzer" steckt. Die Mittvierzigerin Kira war zwanzig Jahre mit ihrem Mann Vau zusammen, sie haben zwei Kinder, er verlässt sie, weil er sich in eine jüngere Frau verliebt hat, Kira ist nun mit Entlieben beschäftigt, verrät Hueck. Dass Schirdewahn hier "keine Verdammung, sondern eine Verwandlung" beschreibt, in der die Protagonistin sich und ihr Leben neu entdecken und gestalten darf, mit allen Ambivalenzen, gefällt dem Kritiker: Sie tindert, kümmert sich um ihre Kinder, geht ihrer Kreativität nach. Da passt der Titel "Karacho" ganz gut, findet der Rezensent, der ein zeitgemäßes Buch liest, das "unideologisch, klug und körperlich" ist.
Kommentieren

