Rotraut Susanne Berner, Wolfdietrich Schnurre

Die Prinzessin kommt um vier

Eine Liebesgeschichte. (Bis 6 Jahre)
Cover: Die Prinzessin kommt um vier
Aufbau Verlag, Berlin 2000
ISBN 9783351040000
Gebunden, 32 Seiten, 12,76 EUR

Klappentext

Kuscheltiere haben im Bilderbuch Konjunktur: Es wimmelt nur so von Häschen, Hündchen und herzigen Katzenkids. Was aber ist zum Beispiel mit einer garstigen Hyäne? Wolfdietrich Schnurre schreibt ihr einen großen Auftritt. Er zeigt uns ein seltsames gestreiftes Wesen, das sich in der Gefangenschaft des Zoos herzzerreißend nach Zärtlichkeit sehnt. Doch das hässliche Geschöpf - elend, einsam, scheu - ist verzaubert! Mit der List Verzweifelter erschleicht sich die Hyäne eine Einladung bei dem netten Kerlchen mit der komischen Mütze. Tränen der Rührung laufen ihr über die Wangen, als sie die schönen Gartenrosen auf dem gedeckten Kaffeetisch ihres gütigen Gastgebers sieht. Und dann?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 08.11.2000

Jutta Stössinger zeigt sich in ihrer kurzen Kritik zunächst allgemein beeindruckt von der Aufmachung der Bilderbuchreihe, die sie für "sammlerverdächtig" hält und wendet sich dann ausgesuchten Werken dieser Reihe zu.
1) Katharina Lausche: "T wie Tukan"
Die Rezensentin schwärmt von diesem Tier-Bilderbuch als "ABC-Fibel vom Feinsten", wobei es ihr die Illustration des "bildschönen" Elefanten besonders angetan hat. Etwas "ärgerlich" jedoch findet sie, dass für manche Buchstaben besonders entlegene Tiere ausgewählt wurden: mit einem "Indri" zum Beispiel könne wohl kaum ein Fünfjähriger etwas anfangen. Ein hundsgemeiner Igel wäre, wie sie findet, naheliegender und für Kinder befriedigender gewesen.
2) Schnurre/Berner: "Die Prinzessin kommt um vier"
Entzückt ist die Rezensentin von diesem Bilderbuch, dass eine Liebesgeschichte der besonderen Art erzählt, denn der weibliche Part wird von einer Hyäne besetzt. Sie lobt den Autor für die gelungene "Grusel- und Ekelmanier", mit der er die ästhetischen Vorzüge der Hyäne schildert und bedankt sich bei der Illustratorin für die gemütvollen Bilder, die das Tier mit "Schlafzimmeraugen" und "Handtasche" ausstatten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.06.2000

Jens Thiele bespricht diese "rabenschwarze Geschichte" mit spürbarer Sympathie. Besonders gefällt ihm, dass der Ich-Erzähler, wie sich herausstellt, der Hyäne ihre Lügengeschichte von der verwandelten Prinzessin keine Sekunde lang geglaubt und sich trotzdem mit ihr verabredet hat. Bahnt sich am Ende da gar eine Liebesgeschichte an? "Wirkliche Wunder spielen sich nicht im Märchen, sondern in unserem Kopf ab", findet Thiele, der sich auch für die Illustrationen Susanne Berners begeistert. Das Lachen, das diese auslösen, bleibe einen "zugleich im Halse" stecken, resümiert der Rezensent anerkennend.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.05.2000

Elke Heidenreich ist ganz verzaubert von diesem Buch: Es ist ein "Juwel", das den Leser für "kurze Zeit sehr glücklich" macht. Die hinreißende, schon 1959 von Schnurre geschriebene Geschichte sei von Berner "leicht und hell, direkt und verschmitzt, mit Witz und Poesie" gemalt. Besonders die liebevollen Details der Illustrationen haben es Heidenreich angetan, die sich auf einen farbenfrohen "Traumteppich" versetzt fühlt, der sie ins "Reich der Geschichten" entführt.
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