Aus seinen eigenen Nahtod-Erfahrungen und seiner jahrelangen Arbeit als Sterbebegleiter hat Otmar Jenner ein Handbuch entwickelt, das Menschen aus dem europäischen Umfeld an die Hand nimmt und sie auf den Prozess des Sterbens und die damit verbundenen Erfahrungen vorbereitet. Das Ergebnis ist der "Reiseführer für zwei Welten", ein moderner Leitfaden für die Kunst des Lebens und Sterbens. "Der Tod nähert sich dir wie ein Geliebter", sagt ein altes Sprichwort. Sanft und zart wie ein Hauch, aber im Moment des Aushauchens des Lebens hört die Liebe nicht auf, sondern bekommt vielmehr eine spirituelle Dimension. Wie diese Dimension uns hilft, beschreibt dieses Buch. Außerdem finden sich darin exakte Darstellungen des Sterbeprozesses und Anleitungen zum Umgang mit Sterbenden. Mit Wahrnehmungsübungen wird zu der Erkenntnis geleitet, dass Sterben zum Leben gehört und der Tod ein Freund fürs Leben ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2007
Das ist die Sorte Sach(?)literatur, die in der FAZ nur Eberhard Rathgeb bespricht. Es schreibt mit dem Ex-Merian-Textchef Otmar Jenner einer, der sich da der eigenen Einschätzung nach bestens auskennt, über das Jenseits. Zwei Teile hat das Buch. Im ersten geht es um ein Gespräch mit einer schönen, reichen, sterbenden Frau, der Jenner dialogisch die Wahrheiten über die Ewigkeit mitteilt. Und der zweite Teil ist dann ein "Reiseführer" durchs Jenseits, in dem es an topografischen und metaphysischen Einzelheiten keineswegs fehlt. Dem Rezensenten fehlt zwar offenkundig sowieso der Glaube, aber er ließe es vielleicht alles hingehen, wäre ihm das Buch nicht höchst "unangehm" im Ton, nämlich "hochfahrend" und falsch "demütig" zugleich. Man hat nicht den Eindruck, dass Rathgeb das irgendwie zur Lektüre empfiehlt.
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