Natasha Solomons

Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand

Roman
Cover: Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand
Rowohlt Verlag, Reinbek 2010
ISBN 9783463405780
Gebunden, 384 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Martin Ruben Becker. Von dem Moment an, als Jack Rosenblum 1937 in Harwich von Bord geht, fasst er einen Entschluss: Als deutscher Jude, der mit seiner Frau aus Berlin fliehen konnte, möchte er so schnell wie möglich ein echter Engländer werden. Schon bei der Überfahrt wurde ihm vom Deutsch-Jüdischen Hilfskomitee eine Broschüre für Flüchtlinge ausgehändigt, die darüber informiert, wie man sich schnell in das englische Leben einfügt - aus Jacks Sicht eine Anleitung zum Glück, die er im Lauf der nächsten Jahre um eigene Punkte ergänzt. Fünfzehn Jahre später hat Jack viel erreicht. Es ist ihm gelungen, in London ein Teppichimperium aufzubauen und viel Geld zu verdienen. Er besitzt einen maßgeschneiderten Anzug aus der Savile Row und einen Jaguar. Aber ein Punkt auf seiner Liste ist noch nicht abgehakt: Er ist noch nicht Mitglied in einem englischen Golfclub.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 03.11.2010

Es ist ein Feel-Good-Roman, aber Barbara von Becker wittert mehr. Die autobiografisch motivierte Geschichte einer aus Nazi-Deutschland nach England geflohenen jüdischen Familie, die im Landleben unter lauter Jane-Austen-Reminiszenzen Fuß zu fassen sucht, hat die Rezensentin nicht nur als nostalgischer Bilderreigen überzeugt. Der menschenfreundliche, dennoch durchaus ironische Blick Natasha Solomons, ihre Fähigkeit, in kleinen Szenen die Sehnsucht der einzelnen Familienmitglieder nach einer Heimat zu fassen, sowie die geschickt gebaute Dramaturgie des Romans  zeugen laut Becker von einem vielversprechenden Talent.
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