Klappentext
Was macht einen Jungen zum Mann? Was macht einen Mann zum Schriftsteller? Und was macht einen Schriftsteller zur Ikone eines ganzen Jahrhunderts? - Das sind die Fragen, die den Helden des Romans "auf der Suche nach Hemingways letztem Geheimnis" umtreiben. Sein Name: Michael Kleeberg. Im Nachzeichnen einer faszinierenden Künstlergeschichte wird dieser zum Schöpfer seiner eigenen Identität - als Hemingway-Forscher mit Leib und Seele.Er war ein Draufgänger in jeder Hinsicht, ein Charmeur und ein Poseur. Eine Legende, ein Idol, ein Revolutionär des Stils. Seine Präsenz, wenn er zur Tür hereinkam, war überwältigend. Und: Der Zauber seiner Person übertrug sich auf seine Literatur. Doch hinter dem bewunderten Kultautor stand ein Getriebener, einer, der sich stets beweisen musste. Hemingway verlangte nicht nur sich selbst, sondern auch anderen das Letzte ab. Allen, die ihm nahekamen, drohte die Gefahr, von seiner Legende angesteckt und zersetzt zu werden, so letztlich auch der Erzähler dieses Romans.
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 23.06.2026
Rezensentin Maike Albath ist kein Fan von Machos. Michael Kleebergs Buch über einen fiktiven Kleeberg, der als Forscher und Verehrer auf Hemingways Spuren wandelt, erst in Nicaragua, später auf Sizilien, der Gefährtinnen seines Vorbild trifft und schließlich in den US-Geldadel aufsteigt, legt laut Albath allerdings die Fragilität solcher Männlichkeit offen. Dass der Autor ironisch vorgeht, macht die Lektüre für Albath erträglich, jedoch gilt das nicht für alle Kapitel im Buch. Besonders die literaturhistorischen Exkurse langweilen die Rezensentin. Spannend wird es wieder am Schluss, verrät sie.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.05.2026
Michael Kleeberg schätzt Rezensent Ulrich Steinmetzger als Übersetzer und Romancier, sein neues Buch, genretechnisch nicht ganz einzuordnen, aber als Roman bezeichnet, widmet sich dem Schriftsteller-Kollegen Hemingway. Kleebergs Protagonist heißt wie er, ist aber biografisch ganz anders drauf, versichert der Kritiker: Dr. Michael Kleeberg ist im Buch Literaturwissenschaftler, der durch allerhand Zufälle in die Hemingway-Forschung stolpert. Da ist einiges nicht ganz Wahrscheinliches dabei, räumt der Kritiker ein, der aber dennoch mit den Schilderungen von Männlichkeit, "Homosozialität" und teils Verbürgtem aus Hemingways Leben eine Menge Freude hat und angeregt wird, mal wieder ein Buch des Nobelpreisträgers zu lesen.
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