Aus dem Italienischen von Ulrike Schimming. Niemand kocht eine so wundersam gute Suppe wie Monsieur Lepron. Von weit her kommen Gourmets, um Leprons Köstlichkeit zu genießen. Doch weil keiner es schafft, die Suppe so unvergleichlich nachzukochen, eröffnet Lepron schließlich eine Gemüsesuppenfabrik.
Die Geschichte von Giobanna Zoboli und die Bilder von Mariachiara Di Giorgio erzählen das Kochen als Parabel auf die Gesellschaft, freut sich Rezensent Thomas Linden. Es geht um das Oberhaupt einer Hasenfamilie, der Suppen aus den verschiedenen Gemüsen kocht, die seine tierischen und menschlichen Nachbarn ihm aus ihren Gärten mitbringen. Die Suppen schmecken so wunderbar, dass bald die ersten Gäste aus fernen Ländern zu Besuch kommen und Monsieur Lepron eine Suppenfabrik eröffnet. Auch was Lepron macht, als der Kapitalismus ihm allzu schwer im Magen liegt, ist für den Rezensenten klug erzählt und illustriert: Die ganze Geschichte sei stringent und dynamisch, detailreich und humorvoll, schreibt Linden, und das Ende "eine melancholische Freude".
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