Kurt Aebli ist ein philosophischer Sprachspieler, der mit Witz und aus unerwarteten Perspektiven die Wirklichkeit anschaut und neu entwirft. Nach drei Prosabänden legt er jetzt sein erstes Buch mit Gedichten vor.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 01.02.2001
Entschlossener wird der Rezensent Bruno Steiger nach der Lektüre von Kurt Aeblis Gedichten demnächst den "profanen kleinen Schrecknissen unseres alltäglichen Seins" gegenübertreten. Denn diese seien das einzige "worauf noch Verlass ist". Diese Erkenntnis verdankt er dem Dichter, der sich als "unbestechlicher Beobachter" seiner Selbst und einer ungerechtfertigter Weise ins bedeutungsvolle aufgeblasenen Umwelt erweise. Seine dichterischen Antworten hierauf seien die "Verknappung der Form, noch mehr aber der Motive und der Inhalte" und ein "abgründiger Witz". Ein hoher ästhetischer Genuss, meint der Rezensent, zumindest für die Menschen, die Trost an schlechten Tagen bei einem "Lebensmutartisten" wie Robert Walser suchten.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.01.2001
Lange hat Roman Bucheli auf einen Gedichtband des Autors gewartet, der sich unterdessen in Prosa geübt hat, und das Warten hat sich offensichtlich gelohnt. Der Rezensent schwärmt von der "subtilen Lakonik" die ohne Pathos und "Ironie" auskommt und weist auf die Sparsamkeit im Umgang mit dem Sprachmaterial hin, durch das der Lyriker seine "Rufe in die Stille hinein" formt. Nach eigenem Bekunden hat sich der Rezensent lange und oft erfolglos mit den Gedichten beschäftigt, um als Lohn für die Mühen schließlich doch ins "Sehen und Reden" eingeführt zu werden. Und so hat Bucheli dann vor allem eines gelernt: "den Respekt für das Einfache", und dafür ist er dem Autor höchst dankbar. Denn, bekennt der Rezensent hingerissen, dem "Geduldigen" erschließen sich am Ende die Verse, worunter die "schillerndsten, die man sich denken kann" zu finden sind.
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