Aus dem Japanischen und mit einem Nachwort von Horst Hammitzsch. Mit Illustrationen von Alexandra Klobouk und Eva Gonçalves. Kakuzo Okakuras legendäres Buch vom Tee erschien erstmals 1906 und ist ein Klassiker, wenn von der japanischen Teekultur die Rede ist. Die Teezeremonie - das ist nicht nur die Zubereitung, das Teegerät, der Raum, sondern es geht dabei immer auch um die Verfeinerung der Sinne, die Vollendung der Form, den Rhythmus der Bewegungen, die die Zeremonie zum Kunstwerk werden lassen. "Teeismus" nennt Okakura die Philosophie des Tees und beschreibt anschaulich, wie in Japan schon im 8. Jahrhundert der Tee zum Kult wurde und wie er von dort aus seinen Siegeszug um die Welt antrat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.03.2017
Rezensent Andreas Platthaus fahndet vergebens nach einer Kulturgeschichte des Teetrinkens in Kakuzo Okakuras erstmals 1906 in Amerika erschienenem Buch. Stattdessen bietet ihm der Autor eine Mentalitätsgeschichte seiner Heimat Japan. Dass die Wiederauflage des Textes auf die Übersetzung durch Horst Hammitzsch von 1949 zurückgreift, findet Platthaus in Ordnung. Das existenzialistische Pathos der 50er Jahre und Hammitzschs Stimme scheinen ihm gut zu dem Text zu passen. Die der Ausgabe hinzugefügten Illustrationen findet er zeitgemäß.
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