Wenn auf der letzten Party mal wieder von Oscar Wilde geredet wurde - und Sie nur Bahnhof verstanden haben, wenn Sie "Ulysses" gelesen haben und nachschauen wollen, wovon das Buch eigentlich handelt und was das alles mit Odysseus zu tun hat, oder wenn sie einfach nur in Lektüreerinnerungen schwelgen wollen: Dann brauchen Sie Jürgen Neckams "Schnellstes Literaturlexikon der Welt". Es bietet den ultimativen Überblick über die wichtigsten Romane der Weltliteratur - von Douglas Adams' "Per Anhalter durch die Galaxis" bis Stefan Zweigs "Ungeduld des Herzens". Neckam spannt den Bogen von den Werken der Barockzeit bis zum heutigen Roman. Er sagt pointiert und in einem einzigen Satz, worum es in dem Buch geht. Ein Zitat aus jedem Werk rundet seinen Kanon ab.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.12.2007
Skeptisch blickt Rezensent Burkhard Müller auf Jürgen Neckers Lexikon "500 Romane in einem Satz". Schon das Vorhaben, 500 Romane der Weltliteratur in jeweils einem Satz zu resümieren, scheint ihm fragwürdig. Dass der Autor mit seinen Zusammenfassungen eigentlich eine Hilfe wider das Vergessen der gelesenen Romane geben möchte, lässt Müller nicht gelten. Sich nach zwanzig Jahren noch an Handlungsgang und die Namen der Hauptfiguren zu erinnern, findet er gar nicht erstrebenswert. Davon abgesehen gelingt es Neckam nach Ansicht des Rezensenten nicht, das zu leisten, was er will, weil es schlicht nicht möglich ist. Er wirft dem Autor einen Etikettenschwindel vor, bestehen seine Resümees doch aus langen Relativsätzen, aus denen man normalerweise drei oder vier Sätze machen würde. Das Schlimmste ist für ihn dabei, dass das "Wesentliche" der Bücher verschwindet und nur noch die Plots übrig bleiben. Etwas versöhnlich stimmt Müller die Erweiterung, die der Autor vorgenommen hat, seinen nacherzählenden Sätzen die "beste Stelle" des jeweiligen Buchs hinzuzufügen, und er scheint fast geneigt, Neckham seine "Schnapsidee" mit den 500 Zusammenfassungen zu verzeihen.
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