Krupp hat sich in den Jahrzehnten von 1850 bis 1880 als Personengesellschaft von einem allenfalls mittelständischen Betrieb zum größten Unternehmen Deutschlands entwickelt, obwohl die Firma sich nicht über den Kapitalmarkt finanzieren konnte. Was waren hier die herausragenden Erfolgsfaktoren? Wie konnte dies auf der Finanzierungsseite gelingen? Warum waren Kapitalgesellschaften weniger erfolgreich? Der Autor beantwortet diese Fragen u. a. auf Basis umfangreicher Auswertungen der Jahresabschlüsse von Krupp sowie den Aktiengesellschaften Bochumer Verein, Hoerder Verein und Phoenix.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.07.2008
Jürgen Lindenlaubs Geschichte der Firma Krupp während ihrer Aufstiegsphase hat Rezensent Werner Abelshauser rundum überzeugt. Er attestiert dem Autor, den "heimlichen Königsweg" als Zugang gewählt zu haben, der mitten ins Zentrum unternehmerischer Entscheidungen führt: die Darstellung von Krupps Aufstieg aus der Perspektive der Unternehmesfinanzierung. Ein Weg, der Abelshauser ebenso aufschlussreich wie spannend erscheint. Er hebt hervor, dass Alfred Krupp entgegen einer weit verbreiteten Meinung nicht nur ein exzellenter Erfinder, Organisator und Planer war, sondern auch ein guter Finanzier. Interessant findet er auch, wie Lindenlaub das Beispiel Krupp auf die Gegenwart projiziert und dabei die Chancen einer "innenfinanzierten Expansion für mittelständische Unternehmen" abwägt.
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