Helmut Neumann

Das Lexikon der Internetpioniere

Von Amazon und Alando über Intershop bis zu Yahoo. Marc Andreessen, Bill Gates, Hasso Plattner und Linus Thorwalds. Die Enzyklopädie der Personen und Firmen, die das Internet zu dem gemacht haben, was es heute ist
Cover: Das Lexikon der Internetpioniere
Schwarzkopf und Schwarzkopf Verlag, Berlin 2002
ISBN 9783896025050
Broschiert, 448 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Das Lexikon stellt in über 300 Biografien Wissenschaftler und Unternehmer vor, die maßgeblich zur Entstehung des Internet beigetragen haben, und beleuchtet ihre Intentionen. Dabei reicht das Inhaltsverzeichnis von Norman Abramson, dem Entwickler des ersten drahtlosen Internetzugangs, über BOO.com, die Pleite des Jahres 2000, bis zu Bill von Meister, der bereits 1979 einen kommerziellen Onlinedienst einrichtete und zu Bill Yeager, der die Technologie entwickelte, mit der Cisco später Millionengewinne erwirtschaftete. Auch prominente Namen wie Marc Andreessen, Linus Thorvalds oder Joseph Weizenbaum fehlen nicht. Und die Geschichten von Firmen wie Amazon.com, eBay oder Yahoo! Werden erzählt. Aber auch die deutschen Unternehmen wie Alando, Farmworld und Politik digital kommen nicht zu kurz. Eine Übersicht über die Geschichte des Internet und eine Liste von Filmen, in denen das Netz eine Rolle spielt, runden das Buch ab. Schließlich macht sich Gerald Grote in einem Essay Gedanken über die Tiefe der Oberflächlichkeit des World Wide Web.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 27.09.2002

Auf wenn es im ersten Moment etwas seltsam anmutet: Das Internet kann mittlerweile auf eine richtige kleine Historie zurückblicken. Vor diesem Hintergrund erschien das "Lexikon der Internetpioniere", welches sich diesem Thema widmet und dem Interessierten laut Sebastian Handke einen recht systematischen Überblick verschafft. Zufrieden scheint der Kritiker mit dem lexikalischen Werk aber nicht gerade zu sein, moniert er doch die "kleine Heldengalerie", die Neumann im Lexikon aufstellt, obwohl einige der "Dotcom-Ritter" längst weg vom Fenster sind; einige andere Namen seien gar nicht erst aufzufinden. Auch wenn der Autor den Versuch starte, mühevoll Anekdoten nachzuprüfen, seien durchweg kleine inhaltliche Mankos zu erkennen. Neumann stützt sich, so scheint es dem Rezensenten, auf recht "vage Quellen" und vermittelt so ein Gesamtbild, das aller historischen Vollständigkeit entbehrt.
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