Herausgegeben von Ulrich Gäbler, in Zusammenarbeit mit Gustav A. Benrath, Eberhard Busch, Pavel Filipi u.a.. Unter Mitwirkung von Martin Sallmann. Im 19. und 20. Jahrhundert weitete sich der Pietismus geographisch aus. Während die grundsätzlichen Anliegen erhalten blieben, kam es gleichzeitig zu Ausdifferenzierungen. Ein internationales Autorenteam verfasste die Beiträge zur Entwicklung in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Skandinavien, Ostmitteleuropa, Deutschland und Nordamerika.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.07.2001
Auf die beiden ersten Bände zur "Geschichte des Pietismus" ist in der NZZ bereits im August `96 verwiesen worden. Nun berichtet Harm Klueting über den jüngst herausgebrachten dritten Band, ein Werk, das seiner Meinung nach Maßstäbe setzt. Waren die besagten ersten Bände von einer Ausdehnung des Pietismusbegriffs geprägt, die in der Fachwelt nicht kritiklos hingenommen worden sei, so sei diese Ausweitung in einzelnen Punkten im jüngst erschienenen Band noch viel prägnanter, informiert Klueting. Dabei diskutieren die einzelnen Referenten sowohl die Momente der Diskontinuität als auch die der Kontinuität, und bei der Beschreibung der eigentlichen Aufgabe dieses dritten Bandes zitiert der Rezensent einen von ihnen: Es sei "zu klären, was entschieden fromme Christen, die sich an den Traditionen des älteren Pietismus orientierten, über die Welt des 19. Und 20. Jahrhunderts dachten, wie sie ihren Glauben formulierten, wie sie in dieser Welt handelten und welchen Einfluss sie auf die Entwicklung der modernen Welt nahmen".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.02.2001
Friedrich Wilhelm Graf lobt ausdrücklich dieses Handbuch, da hier "erstmals... eine `fromme Internationale` sichtbar" werde, "die die moderne Christentumsgeschichte weltweit prägte". Wenn auch der Leitbegriff "Neupietismus" methodologische Schwierigkeiten, die die Autoren dieses Handbuches selber ansprechen, aufwerfe, gelingt hier doch nach Meinung des Rezensenten ein umfassender guter Überblick dieser religiösen Bewegung in neuerer Zeit. Ganz besonders hebt der Rezensent Hartmut Lehmanns Beitrag hervor, da hier die entscheidenden Fragen zur Begriffsbildung problematisiert würden, aber auch das Verhältnis der Pietisten zu gesellschaftlichen Modernisierungsprozessen thematisiert werde. Natürlich schränkt der Rezensent, wie bei solchen Publikationen üblich, sein Lob auch ein, denn "Wichtiges fehlt": vor allem neben ausführlicheren Einzelbeiträgen zu bedeutenden Einzelpersonen vor allem die Frage nach dem sozialen Engagement der pietistischen Institutionen. Dies schmälert jedoch keineswegs den guten Gesamteindruck, den die Rezension über das Handbuch vermittelt.
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