Felix Lobrecht

Sonne und Beton

Roman
Cover: Sonne und Beton
Ullstein Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783961010028
Gebunden, 224 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

"Ich wünschte, ich hätte mir mehr ausdenken müssen." Felix Lobrecht "Könn' wa die Scheiße vielleicht ma leiser machen? Mann ey ...", motzt ein Typ vor uns im Bus. Julius macht die Musik auf seinem Handy noch lauter und starrt den Typen an. Gino und ich fangen an zu lachen. "Ihr sollt die Scheiße ausmachen, hab ick jesagt!", sagt der Typ und guckt böse. Sanchez steht grinsend auf. "Sie haben nicht das Recht, mich 'Neger' zu nennen, Sir!", ruft er plötzlich. Wir sind mitten in Neukölln, außer Julius und mir sitzen nur Ausländer im Bus. Alle drehen sich um und glotzen den Mann an. "Ick habe nicht ...", stammelt er. "Iiieh, richtiger Nazi!", ruft Gino. "Der Einzige, der hier 'Neger' sagt, bin ick, Nigga!", brüllt Sanchez. Er nimmt einen großen Schluck organgefarbene Mische und verzieht das Gesicht. Julius macht dasselbe Lied nochmal an. Der Mann steigt an der nächsten Haltestelle kopfschüttelnd aus. "Heil Hiter!", brüllt Julius und nimmt Sanchez die Flasche aus der Hand. Ein heißer Sommer. Vier Jungs in den Hochhausschluchten der Großstadt. Eine folgenschwere Entscheidung.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.04.2017

Rezensent Jens Bisky ist gespalten in seiner Meinung über den Roman des Stand-up-Comedians Felix Lobrecht. Die Geschichte von vier Jungs in der Berliner Gropiusstadt, die Lobrecht erzählt, kann laut Rezensent zwar mit ordentlich Geprügel und Gesaufe und dem standesgemäßen Slang punkten, die "Hölle der Immanenz", in die der Autor seine Helden steckt, geht Bisky allerdings bald auf den Zeiger, äh Nerv. Ein furioses Ende samt ausgleichender Gerechtigkeit entschädigt den Rezensenten.
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