Erika Thomalla (Hg.)
Die Wahrheit über Kid P.
Wie ein Hamburger Punk den deutschen Pop-Journalismus erfand

Junius Verlag, Hamburg 2025
ISBN 9783960606017
Kartoniert, 272 Seiten, 22,00 EUR
ISBN 9783960606017
Kartoniert, 272 Seiten, 22,00 EUR
Klappentext
Mit 25 Abbildungen. Um 1980 brachte Andreas Banaski unter dem Pseudonym Kid P. einen neuen Sound in die deutsche Musikpresse: scharf, provokativ, romantisch, emphatisch, witzig, präzise im Urteil, entschieden und niemals abwägend. Schon seine Punk-Fanzines und Leserbriefe an die Redaktion der Zeitschrift Sounds machten ihn bekannt. Als er kurze Zeit später selbst für Zeitschriften wie Sounds und Spex zu schreiben begann, wurde er schnell zu einer Koryphäe. Für seine Artikel, Szene-Berichte und Kritiken wurde er von der Leserschaft verehrt, gefürchtet, verachtet und geliebt. Sie verbinden ein schier grenzenloses Wissen über Musik, Film, Fernsehen oder Fußball mit einer Vorliebe für Klatsch, Boulevard und den Reiz des Oberflächlichen. Der herausfordernde und polarisierende Stil von Kid P. prägte eine ganze Generation von Schreibenden. Er wurde als Pionier und Vorbild bewundert, lange nachdem er sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte. In diesem Band erscheinen erstmals gesammelte Texte Andreas Banaskis. Es sind Gründungsdokumente des deutschen Pop-Journalismus. Eingeleitet und kommentiert werden sie von Freunden, Weggefährten und Fans: Elena Beregow, Christoph Dallach, Dietmar Dath, Detlef Diederichsen, Diedrich Diederichsen, Andreas Dorau, Clara Drechsler, Thomas Hecken, Hans Nieswandt, Heiko Schneider, Erika Thomalla, Moritz von Uslar, Sebastian Zabel.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.07.2025
Rezensent Philipp Krohn freut sich über den von Erika Thomalla herausgegebenen Band mit Rezensionen, Essays und Reportagen des legendären Popjournalisten Andreas Banaski alias Kid P. Schon die Porträts von Weggefährten wie Diedrich Diederichsen oder Hans Nieswandt machen Krohn Spaß, beamen sie ihn doch in eine Zeit, als der Popjournalismus laufen lernte und Banaski sein Profil als subjektiver, knallharter Kritiker schärfte, der Attribute jonglieren und apodiktisch urteilen konnte wie kein Zweiter. Banaskis Texte findet Krohn unterhaltsam und offenbar gut gealtert.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 25.04.2025
Rezensent Julian Weber entdeckt in dem von Erika Thomalla herausgegebenen Band allerhand auch nach 40 Jahren noch scharf sitzende Texte vom durch Punk sozialisierten Hamburger Kult-Autor Kid P. alias Andreas Banaski. Die Textauswahl mit Rezensionen und Interviews zu Musik, Film und TV (Dallas!) lässt Weber ein bisschen trauern um die gute alte Glossenkultur: scharf, unterhaltsam, streng persönlich sollte es sein. Banaski erfüllt die Kriterien laut Weber bravourös, wenngleich nicht mühelos, wie der Rezensent beim Wiederlesen feststellt. Die knappen Einführungen liest Weber mit gemischten Gefühlen: Mal bieten sie ihm schlaue Beobachtungen (Elena Beregow), mal bornierte Vereinnahmung (Moritz von Uslar).
Themengebiete
Kommentieren
