Aus dem Amerikanischen von Sabine Roth. Ein todkranker Mann macht seiner Frau noch einmal eine große Liebeserklärung; die Frau eines Bergsteigers bangt um das Leben ihres Mannes und gerät in Versuchung, ihn zu betrügen; ein junger Mann verliert seinen besten Freund bei einem Autounfall und soll nun Verantwortung für dessen kleinen Sohn übernehmen; ein junges Liebespaar wird in einer einsamen Hütte von einem Schneesturm überrascht und droht zu erfrieren Christopher Coake erzählt von Menschen in extremen Situationen. Von Menschen, die einen geliebten Angehörigen verlieren oder zu verlieren drohen, von Menschen, die selbst vom Tod bedroht sind, von Menschen, die sich plötzlich scheinbar unlösbaren Aufgaben gegenüber sehen. Sieben Geschichten, die einen nicht nur beim Lesen, sondern auch lange danach nicht mehr loslassen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.05.2007
Seit Raymond Carver hat Peter Henning die kleine Form nicht so virtuos inszeniert gesehen. Die Nähe Christopher Coakes zu Carver liegt für den Rezensenten auf der Hand: "Gerade" Geschichten, die ihre Spannung aus der lakonischen, aber genauen und empathischen Figurenzeichnung beziehen und "zwischen Alltag und Katastrophe balancieren". Die Eigenständigkeit des Autors erkennt Henning vor allem in der Länge seiner Texte. Der Weg zum "Geheimnis unserer Existenz", gibt der Rezensent zu verstehen, ist hier kein "Shortcut", sondern hat die "mittlere Länge der klassischen Erzählung".
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