Christa Estenfeld
Die Menschenfresserin
Erzählungen

Haffmans Verlag, Zürich 1999
ISBN 9783251004430
gebunden, 158 Seiten, 14,32 EUR
ISBN 9783251004430
gebunden, 158 Seiten, 14,32 EUR
Klappentext
Ekstatisch aufgeladene Seelenlandschaften, scheinbar regellos wuchernde Dschungel, in denen das zwingende, unentrinnbare Gesetz des Traues herrscht.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.1999
Ein "berückendes Erzählen" attestiert Jürgen Kaube der Erzählerin. Mit sehr einfachen Mitteln rücke sie die Geschehnisse in ein eigentümliches Traumlicht: "Vertrautheit des Unheimlichen". Kaube ist besonders fasziniert von Estenfelds Einfühlung in das Denken eines Kindes in der Geschichte "Die Weihnachtskiste". Und nur in der Geschichte über einen seltsamen Museumswärter verfalle die Autorin in ein "Es war einmal" und falle damit aus der Zeitlosigkeit ihrer anderen Erzählungen heraus.
Lesen Sie die Rezension bei
buecher.deRezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.10.1999
Hannelore Schlaffer bespricht Estenfelds Erzählungen mit angenehmer Schnörkellosigkeit. "Schmale Erzählungen", wie sie Estenfelds Texte bezeichnet, verlangen auch nicht nach mehr. Kurz und knapp beschreibt sie, worin die Poesie dieser Erzählungen liegt, die Allerweltserfahrungen beschreiben, ohne auch nur ein einziges Mal alltäglich zu werden. Es sind "Erinnerung und traumhafte Bilder", so Schlaffer, die den Leser in die archaische Welt der Kindheit zurückversetzen, in der Kulte und Riten das Leben strukturierte. "Die geradezu altmodische Annehmlichkeit dieser Literatur aber liegt darin, dass die Worte auch ohne Gedanken Welten schaffen", lobt Schlaffer.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
Samuel Moser fühlt sich bei diesem Buch an Joseph Conrad erinnert. Er lobt das "süsse Gift" in Estenfelds Erzählweise und bescheinigt ihren Geschichten eine "magische Anziehungskraft". Zwar geschieht kaum je etwas Unerwartetes, dennoch - oder gerade deswegen - gelingt es der Autorin, mit der Erwartungshaltung des Lesers zu spielen, der oft erst hinterher erkennt, worauf er sein Augenmerk hätte richten sollen, so Moser.
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