4 CDs mit 323 Minuten Laufzeit. Ungekürzte Lesung von Christian Brückner. Zwanzig Jahre nach einem schrecklichen Unglück beschließen die Einwohner eines Dorfs im Wallis, ihr Vieh wieder auf die Alp Sassenaire hinaufzuschicken. Dort bahnt sich bald neues Unheil an: Eine Seuche bricht aus, die Sennen sind zu strikter Quarantäne gezwungen, einer nach dem andern erliegt der Angst oder verfällt dem Wahnsinn. Mit unheimlicher Magie erfasst dieser 1926 erstmals publizierte große Bergroman seine Leser. Jetzt ist dieses Werk eines der wichtigsten Autoren der französischsprachigen Schweiz wieder zugänglich.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.02.2010
Als "vergessenes Meisterwerk" würdigt Rezensent Wolfgang Schneider diesen 1926 erschienenen Roman von Charles Ferdinand Ramuz, der nun in einer ungekürzten Lesung von Christian Brückner vorliegt. "Die große Angst in den Bergen" - es geht um die Rückkehr der Maul- und Klauenseuche in ein Schweizer Bergdorf, den Zerfall eines Gemeinwesens, den Kampf des Menschen mit der Natur - ist für ihn ein "Heimatroman der unheimlichen Art". Er bescheinigt dem Werk einen Existentialismus des Archaischen, ja, er sieht darin geradezu die "archaischste Parabel, die je über die Moderne geschrieben wurde". Aber nicht nur der Roman selbst hat Schneider überzeugt, sondern auch die Lesung von Christian Brückner, die in seinen Augen schlicht "meisterhaft" ist.
Ausgesprochen hingerissen hat Wilhelm Trapp dieser Einlesung von Hanno Helbings Neuübersetzung der berühmten Alpensage von 1926 durch Stimmenstar Christian Brückner gelauscht. Denn dieser "Spezialist für literarische Expeditionen" verstehe es, die Spannungsbögen dieses Bergabenteuer ins schier Unendliche zu dehnen. Auch erzähle Brückner die Geschichte wie einer, der selbst nicht begreift, wie ihm geschieht, was Trapp der mythischen Archaik dieses Stoffs höchst angemessen findet.
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