Bruce Davidson

The Way Back

Cover: The Way Back
Steidl Verlag, Göttingen 2025
ISBN 9783969992319
Gebunden, 144 Seiten, 48,00 EUR

Klappentext

Mit einem Vorwort von Paul Roth. Mit 128 Fotografien. In englischer Sprache. Consisting solely of previously unpublished photographs, "The Way Back" is a deep dive through Bruce Davidson's 60-year career. The book chronologically presents photos made between 1957 and 1992, showcasing Davidson's exceptional versatility-from his earliest assignments to later seminal bodies of work including his year-long study of teenage members of a "Brooklyn Gang" (1959), his extensive coverage of the American Civil Rights Movement in "Time of Change" (1961-65), and his breakthrough portraits of the residents of a single block in Harlem in "East 100th Street" (1966-68). Series such as "Subway" (1980) and "Central Park" (1992) furthermore confirm Davidson as a quintessential chronicler of New York City. Regardless of his motif, what emerges through this retrospective is Davidson's overt sensibility and empathy for his subjects, his commitment to documenting them in depth over time, and to capturing their beliefs, communities and subcultures. Unlike his peers who photographed events that constituted history, Davidson focused on the people within these histories. Now, drawing near the end of his long career, Davidson offers this book as a parting look at his artistic passage, an elegiac goodbye as well as a requiem: evidence how his vision, experienced over decades, has shaped our understanding of the world.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.05.2026

Mit viel Interesse und Neugier betrachtet Rezensent Freddy Langer die Bilder, die das vermutlich letzte Buch der 93-jährigen Fotografie-Legende Bruce Davidson versammelt. Davidson hat für diese Veröffentlichung sein eigenes Archiv durchstöbert und Bilder aus allen seinen Schaffensphasen aufgetrieben, die bislang unveröffentlicht sind. Es ist, beschreibt Langer, als würde Davidson sein eigenes Leben Revue passieren lassen, hängen bleibt er dabei vor allem an Bildern von Gesichtern. Einige kommen Langer bekannt vor, es sind alternative Aufnahmen von Menschen, die Davidson auch für seine berühmten Fotostrecken etwa über die New Yorker U-Bahn aufgenommen hat. Aus allen Bildern spricht eine Zugewandtheit zu den Menschen, die übers bloß Dokumentarische hinaus geht - tatsächlich entstanden die Aufnahmen meist im Zuge von Gesprächen, die Davidson mit den Dargestellten führte. Insgesamt fügen sie sich zu einem Bild von Amerika, das laut Langer ein zerrissenes, aber auch hoffnungsvolles Land zeigt. Tatsächlich sind die Bilder in diesem Buch, auch das beeindruckt Langer, im Ganzen keineswegs pessimistisch.

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