Klappentext
Aus dem Französischen von Stephanie Singh. Asma Mhalla beschreibt die politischen Entwicklungen unserer Zeit: Ein hybrides, technopolitisches Regime ist am Werk, das einerseits eine große Show inszeniert, während im Hintergrund das System programmiert wird. Sein Einfluss breitet sich still und leise global aus, gestaltet die Demokratie um und kolonisiert Körper wie Geist. Um den aktuellen Verfall der liberalen Demokratie zu verstehen, hilft laut Mhalla kein Rückgriff auf die 1920er- und 1930er-Jahre. Stattdessen führt sie uns in die dystopische Welt der Science-Fiction: in stahlharte technologische Gehäuse, in denen desillusionierte Individuen durch apokalyptische Städte irren und von hochzentralisierten Autoritäten mittels KI-Systemen gesteuert werden. Blade Runner und Matrix lassen grüßen.
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 10.07.2026
Vera Linß liest den Essay der Politikwissenschaftlerin Asma Mhalla als eine Art aufrüttelnde Schocktherapie, der man sich unterziehen sollte. Laut Linß könnte das im besten Fall zu mehr Resilienz beim Leser gegen Demokratieverlust und digitale Allmacht führen. Linß selbst fällt beim Lesen von einem Schock in den nächsten, macht ihr die Autorin doch zunächst nicht viel Hoffnung. Für Mhalla ist der Umbau der Gesellschaften zu antidemokratischen Techdiktaturen bereits weit fortgeschritten. Die Autorin illustriert das mit Hilfe von Elementen aus dem Cyberpunk und Bezugspunkten wie "Blade Runner" und "1984". Dass am Schluss des Bandes doch noch Vorschläge für eine bessere Welt stehen, empfindet Linß als große Erleichterung.
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