Antje Schrupp

Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern

Cover: Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern
Aufbau Verlag, Berlin 2026
ISBN 9783351042707
Gebunden, 192 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Die Zeit des Patriarchats ist vorbei. Die aktuellen politischen Entwicklungen sind kein Beweis für die bleibende Stärke des Patriarchats, sondern Anzeichen für dessen Ende. Das Patriarchat war eine hierarchische Ordnung mit "alten weißen Männern" an der Spitze, gestützt auf anerkannte Institutionen wie Universitäten, Parlamente und Kirchen. Diese Zeiten sind vorbei. Heute basiert Macht auf dem Recht des Stärkeren, physischer Gewalt, ökonomischer Überlegenheit und Willkür. Das ist kein Patriarchat, sondern postpatriarchales Chaos. Feministische Strategien müssen darauf reagieren. Die Politologin Antje Schrupp nimmt in ihrem Essay eine (selbst)kritische Bestandsaufnahme der Frauenbewegung vor und entwirft Perspektiven für einen zukunftsorientierten, konstruktiven Feminismus, dessen oberstes Anliegen eine freiheitliche Gesellschaft ist.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 11.02.2026

Dieses Buch von einer der "klügsten feministischen Stimmen" Deutschlands kann Rezensentin Catherine Newmark nur empfehlen. Die gegenwärtige Gesellschaft bezeichnet Antje Schrupp als "postpatriarchal", denn das Patriarchat hat während des 20. Jahrhunderts seine ideologischen und moralischen Grundlagen verloren. Die neue Situation sei allerdings nicht weniger gefährlich: Die neue "Bro-Culture", wie Schrupp sie beschreibt, führt einen agressiven Kampf gegen Frauen und Queerness, und entbehrt jeglichem moralischem Kodex. Auf den Staat können sich Frauen nicht mehr verlassen, so die für Newmark überzeugende These Schrupps, sie müssen selbst tätig werden. Dabei beginnt der Kampf für Frauenrechte für jede Einzelne im alltäglichen Leben. Der "recht hehre Idealismus" der Autorin wird immer wieder durch ihren Pragmatismus und konkrete Vorschläge zur Lösung von Konflikten "geerdet", meint die Kritikerin: Die Unterschiede von Feministinnen je nach politischem Lager und Generation dürfen nicht verschwiegen, sondern müssen genannt und ausdiskutiert werden. Schließlich müssen sich Frauen angesichts des postpatriarchalen Backlashs zusammentun, schließt Newmark. 

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