London, 2005: Nach vielen Jahren beim Film steht die Schauspielerin Dora wieder auf einer Theaterbühne - mit Anfang vierzig kann sie auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. Als sie nach der Premiere in einer Bar auf den Maler Victor trifft, ist sie fasziniert: Wer ist dieser Mann, der noch nie von ihr gehört hat? Dora sieht in diesem Kennenlernen eine Chance, sich zu verstecken: vor ihrer Mutter, die ständig aus Frankfurt anruft, vor ihrer Agentin, die sie überzeugen will, auch mal andere Rollen zu spielen, vielleicht auch vor ihrem unsympathischen Kollegen, der immer wieder ihre Grenzen testet. Nach einigen gemeinsamen Wochen beschließt Dora, dass Victor sie malen soll - doch als sie das Gemälde sieht, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg und lang vergessene Erinnerungen kehren zurück. Was glaubt Dora in dem Bild erkannt zu haben?
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 18.04.2026
Rezensentin Liane von Billerbeck kann sich Andreas Schäfers Roman nicht entziehen, auch wenn er fast banal anfängt: erfolgreiche deutsche Schauspielerin trifft armen schottischen Maler in London, sie verlieben sich, aber die Unterschiede machen Schwierigkeiten. Wie Schäfer dann aber darüber hinausgeht, wie er ein zunehmend differenziertes Porträt der Schauspielerin Dora und ihrer belasteten Vergangenheit zeichnet, die sie nicht loslässt, zieht die Kritikerin in den Bann. Besonders eine Passage, in der der Autor aus dem Romanton ausschert und eine "höchst elegant geschriebene" Kunstbesprechung einfügt, hebt die Kritikerin lobend hervor. Für sie ein "fesselndes" Buch über Liebe, Kunst und über "den Preis, den sie fordert".
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