Bücherschau der Woche

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Literaturbeilagen

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Vorgeblättert

Graciliano Ramos: Kindheit

26.08.2013. Der brasilianische Schriftsteller Graciliano Ramos erzählt von seiner unglücklichen Kindheit im Nordosten Brasiliens am Anfang des 20. Jahrhunderts. Er wächst in ärmlichen Verhältnissen auf, ist oft kränkelnd und wird wenig beachtet. Das Lesen, das er mühsam mit neun Jahren lernt, bringt ihm die Rettung und die Literatur wird zu seinem Leben. Lesen Sie hier einige Kapitel aus "Kindheit".

Bild zum ArtikelGraciliano Ramos: Kindheit
Ein autobiographischer Roman

Aus dem brasilianischen Portugiesisch von Inés Koebel

Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2013
256 Seiten, gebunden, 12,90 €

Erscheint am 17. September 2013

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Mehr Informationen beim Verlag Klaus Wagenbach

Klappentext: Hinter dem kindlichen Protagonisten dieses Romans steht niemand anderes als einer der größten Romanciers Brasiliens im 20. Jahrhundert: Graciliano Ramos. Geboren inmitten der kargen Einöde des Sertão, überwindet der junge Erzähler dank einiger guter (und trotz vieler schlechter) Lehrer und mit Hilfe von noch mehr Büchern seine Blindheit und die Angst vor den Buchstaben.
Kraft der Sprache gewinnt er der beschwerlichen Wirklichkeit des Alltags in der Provinz auch andere - leichte und poetische - Seiten ab: Während der strenge Vater sich erfolglos als Kaufmann versucht, lässt der Sohn sich von der Bibliothek des Jerônimo Barreto verzaubern. Das persönlichste Buch, das Graciliano Ramos je geschrieben hat, berührt durch seine eindrücklichen Bilder und seinen unaufdringlichen Stil. Sechzig Jahre nach dem Tod des Autors liegt Kindheit nun zum allerersten Mal in deutscher Sprache vor, meisterhaft aus dem brasilianischen Portugiesisch übertragen von der Pessoa-Übersetzerin Inés Koebel.

Zum Autor: Graciliano Ramos, geboren 1892 in Quebrangulo und gestorben 1953 in Rio de Janeiro schilderte in seinen Romanen und autobiografischen Werken die Entwicklung Nordost-Brasiliens. Er saß unter der Diktatur von Getúlio Vargas aufgrund seiner politischen Überzeugungen in Haft. Im Verlag Klaus Wagenbach erschien bereits "Karges Leben".

Zur Übersetzerin: Inés Koebel, geboren 1949 in Bamberg, arbeitete als Buchhändlerin und freie Feature-Autorin und ist seit 1986 als literarische Übersetzerin tätig. Sie lebte jeweils längere Zeit in Portugal, Brasilien, Mosambik, Frankreich, Borneo und Polen. Sie übersetzt Lyrik und Prosa aus dem portugiesischen und französischen Sprachraum, hat den Band Brasilien erzählt (S.Fischer 1994) herausgegeben und ist Mitherausgeberin und -übersetzerin der neuen Pessoa-Werkausgabe. Inés Koebel erhielt mehrere Preise und Stipendien und lebt in Berlin.

Leseprobe

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Archiv: Vorgeblättert

Jürgen Neffe: Mehr als wir sind

27.08.2014 . Was wäre, wenn wir nicht mehr schlafen müssten? Anfang des 21. Jahrhunderts entdeckt der Chemielaborant Janush Coppki eine Wachdroge, die sich bald über die ganze Welt verbreitet. Jahrzehnte später stößt ein Biograf auf die Geschichte des unbekannten Coppki... Mehr lesen

Bora Cosic: Lange Schatten in Berlin

25.08.2014 . In seinem Buch "Lange Schatten in Berlin" streift Bora Ćosić durch die Großstadt und deutet die Zeichen der bürgerlichen Kultur Europas. Dabei setzt er in einer Art philosophischer Ausgrabung seine Exilheimat als Inbegriff des 20. Jahrhunderts neu zusammen. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Gabriele Weingartner: Die Hunde im Souterrain

18.08.2014 . Die Geschichte von Felice und Ulrich, ein junges ambitioniertes Paar, das in den siebziger Jahren in Amerika lebt und forscht. Dann jedoch geschieht etwas, was Ulrich verändert, und er setzt seinem Leben ein Ende. Felice versucht schließlich nach Jahren das Geheimnis zu lüften. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman "Die Hunde im Souterrain" von Gabriele Weingartner.
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Rainer Pöppinghege: Tiere im Ersten Weltkrieg

11.08.2014 . Der Historiker Rainer Pöppinghege schildert, wie im Ersten Weltkrieg massenhaft Tiere rekrutiert und eingesetzt wurden. Millionen Brieftauben, Pferde, Hunde, Kamele und Ochsen waren für Kommunikation und Transport unverzichtbar, obwohl dieser Krieg schon industrialisiert war. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Tiere im Ersten Weltkrieg". Mehr lesen

Fadhil al-Azzawi: Der Letzte der Engel

07.08.2014 . Der irakische Schriftsteller Fadhil al-Azzawi erzählt Geschichten aus dem Irak der fünfziger Jahre, die wie Grimm'sche Märchen anmuten. In Kirkuk lebt sein Held Hamid Nylon, der sich schließlich als Revolutionär betätigt. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman "Der Letzte der Engel".
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Alastair Brotchie: Alfred Jarry

04.08.2014 . Alfred Jarry (1873-1907) war der Schöpfer des Père Ubu, jener legendären Figur, die er in wechselnden Rollen in heute noch gespielten Theaterstücken hat auftreten lassen. Um seine Person ranken sich wilde Geschichten und Anekdoten, die Alastair Brotchie in seiner Biografie zusammengetragen hat, zugleich eine Chronik des französischen Fin de Siècle. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Alfred Jarry. Ein pataphysisches Leben". Mehr lesen

Esther Kinsky: Am Fluss

31.07.2014 . Esther Kinsky erzählt von Spaziergängen an Flusslandschaften, an der Grenze zwischen Stadt und Land, Menschen und Wildnis. Sie nutzt diese Terrains vagues als Freiraum für Erinnerung und Reflexion. Lesen Sie hier drei Geschichten aus dem Roman "Am Fluss".
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Linda Le: Flutwelle

21.07.2014 . Ein Tag, vier Personen, eine Geschichte, vier Blickwinkel. Van ist soeben in Bobigny zu Grabe getragen worden. Seine Frau Lou hat ihn vielleicht absichtlich, vielleicht unabsichtlich überfahren. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Flutwelle" der vietnamesisch-französischen Schriftstellerin Linda Lê. Mehr lesen

Wendy Lower: Hitlers Helferinnen

14.07.2014 . Mit Wehrmacht und SS zogen auch Hunderttausende von Frauen nach Osten, um jung und ehrgeizig den deutschen Vernichtungsfeldzug zu unterstützen. Sie dienten als Bürokräfte, Krankenschwestern oder KZ-Aufseherinnen. Lesen Sie hier einen Auszug aus Wendy Lowers Buch "Hitlers Helferinnen. Mehr lesen

Claudia Pineiro: Ein Kommunist in Unterhosen

30.06.2014 . Ein Mädchen erlebt in Argentinien im Sommer 1976 das Ende Ihrer Kindheit. Die politische Realität der Militärdiktatur bricht in Form von Zensur, Geheimnissen und Verdächtigungen in die Vorstadtwelt der Familie, der Vater verliert seine Arbeit. Lesen Sie hier einen Auszug aus Claudia Piñeiros neuem Roman "Ein Kommunist in Unterhosen". Mehr lesen

Jean-Luc Seigle: Der Gedanke an das Glück und an das Ende

23.06.2014 . Albert, seine Frau Suzanne und der jüngere Sohn Gilles leben in einem französischen Dorf, Henri der Ältere kämpft in Algerien. Albert erhängt sich, nachdem im Fernsehen ein Film über den Algerienkrieg gezeigt wird, in dem auch sein Sohn vorkommt. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Der Gedanke an das Glück und an das Ende" des französischen Schriftstellers Jean-Luc Seigle.
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Martin Caparrós: Die Ewigen

26.05.2014 . Der argentinische Autor Martín Caparrós erzählt in seinem neuen Roman "Die Ewigen" von Nito, der, als er herausfindet, wie sein Vater starb, sich an dem Schuldigen rächen will und ihm in einem Brief erläutert, wann und auf welche Weise er ums Leben kommen wird. Er erzählt vom Sterben so gut, dass ein Pastor sich dieses Talent bald zunutze macht. Lesen Sie hier einen Auszug.
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Robert Warshow: Die unmittelbare Erfahrung

12.05.2014 . Robert Warshow war einer der bedeutendsten Filmkritiker und Kulturtheoretiker der USA. In seinem Essay "Das Erbe der Dreißiger" denkt er über Massenkultur, persönliche Erfahrung und die Rolle der amerikanischen Intellektuellen nach. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Band "Die unmittelbare Erfahrung". Mehr lesen

Luiz Ruffato: Feindliche Welt

17.04.2014 . Der brasilianische Schriftsteller Luiz Ruffato schrieb einen fünfbändigen Romanzyklus mit dem Titel "Vorläufige Hölle". Schauplatz des zweiten Bandes mit dem Titel "Feindliche Welt" ist Zé Pintos Gasse, ein Armenviertel der Textilindustriestadt Cataguases im Landesinneren Brasiliens. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Leila Guerriero: Strange Fruit

14.04.2014 . Die argentinische Journalistin Leila Guerriero erzählt in "Strange fruit" von einer Gruppe junger Studenten, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Toten in den Massengräbern der Diktatur zu identifizieren - und mit ihren Methoden mittlerweile im Kongo wie im Kosovo gefragt ist. Lesen Sie hier den Auszug aus dem Reportagenband. Mehr lesen

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