Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Dzevad Karahasan

Dzevad Karahasan, 1953 in Duvno/Jugoslawien geboren, ist Erzähler, Dramatiker und Essayist. Die Belagerung Sarajewos war Thema seines in zehn Sprachen übersetzten "Tagebuchs der Aussiedlung" und seiner Romane "Sara und Serafina" und "Schahrijärs Ring". Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Er lebt in Graz und Sarajewo.

Bücher von Dzevad Karahasan

Karahasan, Dzevad: Sara und Serafina. Roman

Rowohlt Verlag, Berlin 2000, ISBN 3871344095, gebunden, 192 Seiten, 15,24 EUR

Karahasan erzählt von einer Frau, die keine Wahl hatte, mit sich selbst im Einklang zu leben. Verfolgung und Tod stellen sie vor einen unlösbaren Konflikt: einer Liebe treu bleiben oder sie verraten, man selbst sein oder am Leben bleiben. ... mehr lesen
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Karahasan, Dzevad: Das Buch der Gärten. Grenzgänge zwischen Islam und Christentum

Cover: Das Buch der Gärten

Insel Verlag, Frankfurt/ Main, Leipzig 2002, ISBN 3458171363, Gebunden, 220 Seiten, 19,90 EUR

Aus dem Bosnischen von Katharina Wolf-Griesshaber. Islam und Christentum teilen die Vorstellung vom Paradies als Garten. Sie entspringt der gemeinsamen geografischen Herkunft. Nur in Kulturen, die mit der Wüste vertraut waren, konnte man die Abgeschlossenheit eines bewässerten Fleckchens Erde als einen Ort der Wunder erfahren. "Im Garten träumt ... mehr lesen
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Jaroschka, Markus (Hrsg.) / Karahasan, Dzevad: Poetik der Grenze. Über die Grenzen sprechen - literarische Brücken für Europa

Cover: Poetik der Grenze

Steirische Verlagsgesellschaft, Graz 2003, ISBN 3854890842, Broschiert, 304 Seiten, 18,00 EUR

Das Wort "Grenze" bewegt die abendländische Philosophie seit der Antike - die beiden Pole Endlichkeit und Unendlichkeit. Die Grenze - was ist das? Wer nach der Grenze fragt ist gezwungen sprachliche Umschreibungen anzuwenden, er spricht dann vom Ausgegrenzten, vom Umgrenzten oder vom Abgegrenzten, aber nicht davon, woran oder worin oder wozwischen ... mehr lesen
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Karahasan, Dzevad: Der nächtliche Rat. Roman

Cover: Der nächtliche Rat

Insel Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3458172912, Gebunden, 334 Seiten, 19,80 EUR

Aus dem Bosnischen von Katharina Wolf-Grießhaber. Simon Mihailovic, Arzt in Berlin, verheiratet mit einer Journalistin, die er 1968 auf einer Demonstration kennengelernt hat, kehrt nach einem Vierteljahrhundert in seine Heimatstadt Foca zurück. Es ist Ende August 1991, Gewalt, Angst, Fanatismus, nationalistischer Wahn vergiften die ... mehr lesen
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Karahasan, Dzevad: Berichte aus der dunklen Welt.

Cover: Berichte aus der dunklen Welt

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3458173374, Gebunden, 216 Seiten, 19,80 EUR

Aus dem Bosnischen von Brigitte Döbert. Zwanzig Minuten Fußweg sind es von der Lateinerbrücke, an der mit dem Attentat auf das Habsburger Thronfolgerpaar das "kurze 20. Jahrhundert" begann, bis zur Vrbanjabrücke, an der es 1992 mit der Ermordung zweier Studentinnen endete. Nüchtern und unspekulativ hellt Dzevad Karahasan ... mehr lesen
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Karahasan, Dzevad: Die Schatten der Städte. Essays

Cover: Die Schatten der Städte

Insel Verlag, Berlin 2010, ISBN 3458174516, Kartoniert, 80 Seiten, 17,80 EUR

Aus dem Bosnischen von Katharina Wolf-Grießhaber. Dzevad Karahasan, beheimatet in den literarischen Traditionen der antiken, der islamischen und der christlichen Welt, hat eine unzeitgemäße Auffassung vom Handwerk des Schreibens. Die Architektur eines Romans, seine vielschichtige Zeitstruktur, seine sprachliche Polyphonie verdankt sich ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen