Volker Fritz Brüning

Bibliografie der alchemistischen Literatur

Band 1: Die alchemistischen Druckwerke von der Erfindung der Buchdruckerkunst bis zum Jahr 1690
Cover: Bibliografie der alchemistischen Literatur
K. G. Saur Verlag, München 2004
ISBN 9783598116032
Gebunden, 500 Seiten, 248,00 EUR

Klappentext

Nur komplett beziehbar. Die Alchemie steht einerseits in dem Ruf, ein Tummelplatz von "goldmachenden" Scharlatanen zu sein. Andererseits findet sie ihren Platz in der Frühgeschichte der heutigen Naturwissenschaften sowie der Medizin. Für Paracelsus beispielsweise stellt die Alchemie eine wichtige Grundlage der Heilkunst dar. Nicht zuletzt gingen neue Techniken und Erfindungen aus der Beschäftigung mit der Alchemie hervor, etwa die Porzellanherstellung. In erster Linie jedoch ist die Alchemie als eine eigene Art des "ganzheitlichen" Denkens zu verstehen. Alchemie lässt sich des-halb nicht als Wissenschaftsdisziplin klar abgrenzen: das ihr zugrunde liegende Denken umfasst letztlich alle bekannten Wissenszweige. Die Bibliographie der alchemistischen Literatur ist die erste auf Vollständigkeit angelegte Bibliografie, die sich der alchemistischen Literatur widmet. Bislang wurden lediglich Teilaspekte, einzelne Autoren, Themen oder Zeiträume betreffend, bearbeitet. Nach Abschluss des dreibändigen Werks wird es erstmals möglich sein, die Gesamtzahl der alchemistischen Werke zuverlässig zu überblicken. Allein der erste Band umfasst 2.670 Titel.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.05.2004

Seit einigen Jahren wird der Stellenwert der Alchemie in der Gesellschaft der frühen Neuzeit intensiv erforscht, weiß Rezensentin Claudia Brosseder. Mit dem ersten Band der "Bibliografie der alchemistischen Literatur" liegt zu ihrer Freude nun ein "dienstbarer Begleiter" für Wissenschafts- wie Kunsthistoriker vor, der die Arbeit der Wissenschaftler erleichtern wird. So führe die chronologisch angeordnete Bibliografie zwischen 1470 und 1690 rund 2.700 gedruckte alchemistische Werke in Europa auf, vom kleinen Rezeptbüchlein über arabische Traktate bis hin zu philosophischen Schwergewichten. Dazu gebe es kurze Hinweise zu den jeweiligen Autoren und akribisch verzeichnete Standorte. An Vollständigkeit sei der Band nicht zu überbieten, lobt die Rezensentin. Da bleiben kaum Wünsche offen, bis auf einen: Brosseder würde sich freuen, wenn dieser und die folgenden Bände auch auf CD-Rom zu haben wären.
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