Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.03.2003
Andreas Rosenfelder sieht nach der Kommunikationsgesellschaft und dem "Popjahrzehnt" die Zeit für Lyrik wieder gekommen - eine "Blütezeit" gar könnte es werden. Für Steffen Jacobs zum Beispiel, den er sehr lobt und der offenbar ein Eklektiker sondergleichen ist: Benn, Morgenstern und Waalkes (Otto) als Lehrer; "hohe Wallungswerte" und "gehobene Spaßkultur" und auch "ein paar wehmütige Verse" wie aus dem Volkslied, je nachdem. Kurzum: Einer aus der "neuen Schule der Versmacherei", der durch die alten Schulen gegangen ist, der alles technisch einwandfrei beherrscht und gleichzeitig das Talent besitzt, "Stimmungen" aufzubauen. Einmal nur hat Rosenfelder den Atem angehalten; da nämlich "trägt der Rausch am Neoklassizismus der Daktylen und am Neigungswinkel der Kursivbegriffe Jacobs ... fast aus der Kurve". Aber es ist noch einmal gut gegangen.
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